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WALD: Im Frühling leben Rehe besonders gefährlich

In den kommenden Monaten bringen Rehe ihre Jungen zur Welt. In dieser Zeit lauern viele Gefahren für die Jungtiere. In den vergangenen Jahren sind in Uri jährlich durchschnittlich 38 Rehe Mähmaschinen, Luchsen, aber auch Hunden zum Opfer gefallen.
Rehkitze sind in Wiesen oft kaum zu sehen. (Bild: PD (1. Juni 2012))

Rehkitze sind in Wiesen oft kaum zu sehen. (Bild: PD (1. Juni 2012))

Wildtiere sind zurzeit besonders verletzlich. Bei Rehen, Gämsen, Hasen und Co. kommt nun Nachwuchs ins Haus, der auf Schutz angewiesen ist. Dieser wird jedoch von vielerlei Elementen gestört, wie ein Blick auf die Statistik des Amts für Forst und Jagd zeigt. Diese gibt unter anderem Aufschluss über die Hintergründe toter Rehkitze.

Neben Futtermangel und möglichen Krankheiten sind Rehkitze Fressfeinden ausgeliefert. So wurden in den Jahren 2012 bis 2015 im Kanton Uri 84 Rehe vom Luchs gerissen, wie Jagdverwalter Josef Walker auf Anfrage sagt. Diese Zahl beziehe sich jedoch lediglich auf die gemeldeten und von der Wildhut begutachteten Fallwildtiere, die effektive Zahl sei hier natürlich höher, so Walker.

Doch auch von Menschen gemachte Gefahren lauern für die Jungtiere. So gingen in den Jahren 2012 bis 2015 insgesamt 57 tote Rehkitze aufs Konto von landwirtschaftlichen Maschinen. Aus diesem Grund gelangt die Urner Jagdverwaltung jedes Jahr mit einem Aufruf an die Landwirte. Diese sollen sich frühzeitig bei der Wildhut melden, wenn sie auf ihren Wiesen Rehe beobachten und beabsichtigen, diese Wiesen zu mähen.

Massnahmen, um Mähtod zu verhindern

Die Wildhüter und Jagdaufseher in den zuständigen Gebieten treffen dann geeignete Massnahmen, um die Tiere vor dem qualvollen Mähtod zu retten. Dazu gehören die Rehkitzsuche vor und während des Mähens sowie Vergrämungsaktionen vor dem Mähtag. Dabei stehe die Vermeidung von Tierleid im Vordergrund, wie auf einem Flugblatt der Jagdverwaltung zu lesen ist. Nicht zu vergessen sei jedoch auch die Vorbeugung von Vergiftungsfällen beim Vieh, welche allenfalls vermähte Tierleichenteile mit dem Heu aufnehmen.

Doch nicht nur Mähmaschinen oder der Luchs werden für die Jungtiere zur Gefahr. Auch domestizierte Hunde können jungen Rehen den Tod bringen. In den Jahren 2012 bis 2015 wurden 13 Rehkitze nachweislich von Hunden gerissen. Dabei handelt es sich nur um jene Fälle, von denen die Jagdverwaltung Kenntnis hat, wie Walker anfügt. «Wir gehen davon aus, dass hier eine gewisse Dunkelziffer besteht, die teilweise sehr hoch sein könnte.»

Wildernde Hunde können abgeschossen werden

Eine Leinenpflicht in Wäldern und an Waldrändern während der Brut- und Setzzeit, wie sie in einigen Kantonen vorgeschrieben wird, gibt es in Uri jedoch nicht. Trotzdem wird Hundehaltern zur Vorsicht geraten, kann deren Verhalten gegenüber Wildtieren doch Konsequenzen nach sich ziehen. Stellen Hunde nachweisbar dem Wild nach, werden sie zunächst verwarnt. Wird der Hund erneut beim Wildern erwischt, kann er von Jagdaufsehern oder einem Beauftragten abgeschossen werden. So sieht es die Urner Jagdverordnung vor.

Von dieser Möglichkeit musste in den Jahren 2012 bis 2015 nie Gebrauch gemacht werden, wie Walker sagt. Zwar müssten pro Jahr zirka ein bis zwei Hundehalter verwarnt werden. «Meistens wirkt diese Verwarnung, und die Hundehalter beaufsichtigen ihre Hunde danach besser.»

Carmen Epp

carmen.epp@urnerzeitung.ch

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