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Wandernd zum Isenthaler Alpabzug

Mit einer geführten Wanderung auf der Via Urschweiz kommt man nach Isenthal an den Handwerksmarkt und den Alpabzug. Dabei kann man von Historiker Stefan Fryberg noch etwas über Brauchtum und Historie der Region erfahren.
An 30 Marktständen zeigen die Isenthaler das alte Handwerk. (Bild: PD)

An 30 Marktständen zeigen die Isenthaler das alte Handwerk. (Bild: PD)

(ml) Zum zehnten Mal findet in Isenthal der «Handwärchermarkt» und der Alpabzug statt. «Wer am Sonntag, 22. September, aufs Schiff oder aufs Postauto vertraut, setzt auf die richtige Karte», ist Ruedi Bissig, Tourismuspräsident und Hotelier überzeugt. «Die Extrabusse fahren im Takt und sie bringen Gäste bequem in unser heimeliges Bergdorf über dem Urnersee.»

Eine Alternative ist der Fussmarsch ab Isleten über die Via Urschweiz, ein alter historischer Verkehrsweg. Unterwegs erlebt man Traditionen wie Studengarbnen, Holzschnätzen, Heugarnflechten oder die Kuhlederverarbeitung. Nach einer Stunde erreicht man den Schulhausplatz. Bei schlechtem Wetter findet der Urner Handwerksmarkt in der Turnhalle statt.

«Isitaler Schwarzes» direkt vom Feuer

An 30 Marktständen werden Produkte wie Alpkäse oder Trockenfleischwaren verkauft, auch aus biologischem Anbau. Es werden Textilarbeiten oder die Riemenstickerei vorgeführt. Man erlebt Landwirte beim Dängelen, Schindeln spalten, beim Korben oder man schaut den Marktfrauen bei der Schafwollverarbeitung zu. Einen Einblick geben auch das Forstbetriebsteam, der Dorfsäger oder der Holzbildhauer im Hinterdorf. In der Weid kann man den landwirtschaftlichen Hofladen besuchen. Auf dem Schulhausplatz gibt es volkstümliche Unterhaltung. Der Kaminfeger Odermatt serviert «Isitaler Schwarzes» direkt vom Feuer.

Am Nachmittag findet der traditionelle Alpabzug statt. Mit Blumenkränzen und Glocken kehren die Tiere ins Tal zurück.

Wanderetappe mit Historiker Stefan Fryberg

Zur Tradition gehört bei schönem Wetter die rund fünfstündige Wanderung über die Klewenalp – von Beckenried über das Hinter Jochli nach Gitschenen. Mit Zusatzfahrten des Postautos gelangt man ins Isenthal. Im Rundticket sind Bahnen, Schiff und Postauto inbegriffen.

Seit Bekanntmachung der fünftägigen Wanderung Via Urschweiz auf der Plattform Schweiz-Mobile sind die Gästefrequenzen angestiegen, heisst es in einer Medienmitteilung zum Isenthaler Handwerksmarkt und Alpabzug. Dies generiere Wertschöpfung, die auch Isenthal dringend brauche. «Die Via Urschweiz ist der einzige Alpenübergang, der den Weg der Schweiz mit dem Waldstätterweg auf Nidwaldnerseite verbindet», weiss Ruedi Bissig, Mitglied im Vorstand Tourismusregion Klewenalp.

Der Verein Urner Wanderwege führt auf der Via Urschweiz geführte Touren durch. Die letzte und fünfte Etappe zum Spezialthema Brauchtum führt am 22. September von Seelisberg ins Isenthal. «Vom Schillerbalkon und der Marienhöhe hat man eine wunderbare Aussicht aufs Rütli, die Mythen und den Urnersee», erklärt Wanderleiterin Andrea Kollegger.

Historiker Stefan Fryberg er erzählt auf dieser Wanderung über typisches Brauchtum und die Historie der Region. Durch den Tannwald gelangt man zum Schloss Beroldingen. Dann geht es auf 960 Stufen bergab ins klimatisch bevorzugte Bauen. Ein letzter Anstieg führt über historische Wegsubstanzen, gepflästerte Saumwege und Trockenmauern zum Aussichtspunkt Bärchi. Den Höhepunkt der Wanderung bildet der Besuch des Handwerksmarkts im Dorf Isenthal.

Informationen: www.isenthal.ch, www.urnerwanderwege.ch und www.klewenalp.ch.

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