Was sind Meliorationen?

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Als Meliorationen bezeichnet man alle Arten von Bodenverbesserungen und Massnahmen, welche die Bewirtschaftung von Landwirtschaftsland vereinfachen. Dazu zählen etwa Ent- respektive Bewässerungen, Güterzusammenlegungen, Steinräumungen oder die Erstellung von Ställen, Seilbahnen, Erschliessungsstrassen oder Wasserleitungen.

Als im Ersten Weltkrieg die Lebensmittelversorgung in der Schweiz knapp wurde, entwässerten Bund und Kantone unzählige Sumpfböden, um darauf intensive Landwirtschaft zu betreiben. So wurde auch die einstige Ried- und Sumpflandschaft zwischen Erstfeld und Flüelen in den Jahren 1919 bis 1924 mit unterirdischen Rohrleitungen trockengelegt (siehe Box unten). Zudem wurden im Rahmen der rechtsseitigen Melioration mehrere Bachläufe begradigt – so der Giessen, die Stille Reuss und der Walenbrunnen. Auch Strassen und Feldwege in der Reussebene wurden angelegt und Güter begradigt. Während der Anbauschlacht im Zweiten Weltkrieg wurden dann auch in Seedorf Böden entwässert. Die beiden Projekte erlaubten es erst, die vielen Siedlungsbauten im Talboden zu erstellen. (eb)