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WASSEN: Alpabzug lockt Gäste aus der halben Welt an

Der traditionelle Alpabzug vom Meiental verzückte auch in diesem Jahr wieder viele Schaulustige. Rund 2000 Folklorefans wohnten dem tierischen Spektakel bei, wobei einige der Tiere sich an Blumen zu schaffen machten.
Urs Hanhart
Im Uhrzeigersinn von oben: Die Bauern und die Kühe kommen runter ins Tal, Tryychler ziehen durchs Dorf, und Ziegen genehmigen sich einen Biss vom Dorfschmuck. (Bilder: Urs Hanhart (Wassen, 16. September 2017))

Im Uhrzeigersinn von oben: Die Bauern und die Kühe kommen runter ins Tal, Tryychler ziehen durchs Dorf, und Ziegen genehmigen sich einen Biss vom Dorfschmuck. (Bilder: Urs Hanhart (Wassen, 16. September 2017))

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

In der sonst eher beschaulichen 444-Seelen-Gemeinde Wassen ging am Samstag die Post ab. Zahlreiche Besucher aus nah und fern strömten ins kleine Bergdorf, um einem Schauspiel beizuwohnen, das es in der Schweiz schon lange gibt, das aber offensichtlich nichts von seiner Faszination eingebüsst hat: dem Alpabzug.

Diesmal mussten sich die Spalier stehenden Zaungäste allerdings gedulden, bis die Hauptdarsteller im Dorf eintrafen. Der Tross mit den liebevoll geschmückten Kühen und Rindern – insgesamt weit über hundert an der Zahl – traf nicht wie angekündigt um 11 Uhr, sondern rund 45 Minuten später im Dorfkern ein. Langweilig wurde es trotzdem niemandem, denn die Wartezeit wurde geschickt mit Tryychler-, Alphornbläser- und Fahnenschwing-Einlagen verkürzt. Sogar einen Betruf gab es zu hören.

Ein Überangebot an Fotomotiven

Quasi als Vorhut und erste tierische Attraktion defilierte eine Ziegenherde an den Zuschauern vorbei. Allerdings hatten deren Begleiter ziemliche Mühe, die Tiere einigermassen im Zaun zu halten. Immer mehr Geissen scherten aus und verköstigten sich am prachtvoll gestalteten Blumenbeet bei der Abzweigung zum Sustenpass. Abschluss und Höhepunkt zugleich war dann der Durchmarsch des Grossviehs, wobei sich dieses deutlich gesitteter verhielt als das Kleinvieh, das ihm vorausgeschritten war. Die Kühe präsentierten sich allesamt feinsäuberlich herausgeputzt und kunstvoll verziert. Teilweise wähnte man sich fast an einem Blumenkorso. Die Besucher hatten jedenfalls ein Überangebot an tollen Fotomotiven.

Raclettekäse aus dem Meiental

OK-Präsident Isidor Baumann zog, kurz nachdem die letzten Kühe und Rinder Wassen passiert hatten, ein positives Zwischenfazit. Er betonte: «Der Besucheraufmarsch kann sich mehr als sehen lassen. Es ist sehr schön, dass viele extra eine lange Anreise in Kauf nehmen, um unserem Anlass beizuwohnen. Unter den Zuschauern befanden sich diesmal sogar Japaner, Engländer und Amerikaner. Sie alle haben von dieser Veranstaltung Wind bekommen und sich kurzfristig entschieden, noch einen Tag länger in Wassen zu bleiben.» Auch mit dem Wettergott zeigte sich Baumann zufrieden: «Heute haben wir absolut perfekte Bedingungen für eine Alpabfahrt. Es ist trocken und weder zu kalt noch zu warm.» Zum Stellenwert dieses Anlasses sagte er: «Für Wassen und Meien hat unser Älpler- und Dorffest mit der Alpabfahrt eine sehr grosse Bedeutung. Man kann damit zeigen, dass man etwas zu Stande bringt, wenn man zusammenspannt.» Heuer wurde im Meiental erstmals Raclettekäse produziert. Wer Lust hatte, konnte davon an einem eigens eingerichteten Stand kosten.

Mehr Bilder finden Sie unter: urnerzeitung.ch/bilder

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