WASSEN: Bauern dementieren wildes Gerücht

Um den grössten Urner Alpabzug nicht zu verschieben, habe man extra Heu ins Meienntal transportiert. Nun wehren sich die Landwirte gegen die Behauptung.

Anian Heierli
Drucken
Teilen
Der grösste Urner Alpabzug in Wassen ist zu einer Touristenattraktion geworden. (Bild Georg Epp)

Der grösste Urner Alpabzug in Wassen ist zu einer Touristenattraktion geworden. (Bild Georg Epp)

Damit der Alpabzug in Entlebuech im Kanton Luzern wie geplant am 27. September stattfinden kann, transportieren die dortigen Bauern zurzeit Heu den Berg hoch. Ansonsten müsste der Anlass wegen des wenigen Futters vorverlegt werden.

Nun halten sich im Kanton Uri die Gerüchte, dass auch der Alpabzug in Wassen vom vergangenen Samstag wegen des Marketings künstlich hinausgezögert worden sei. «Das stimmt so nicht», betont Paul Furger, Alpvogt auf Hinterfeld im Meiental. Ihm ist es wichtig, diese Behauptung aus der Welt zu schaffen. «Es hat für uns immer die Möglichkeit bestanden, die Tiere früher ins Tal zu holen. Bei Schneefällen hätten wir das auch sicherlich gemacht. Dann wären wir aber nicht nochmals extra mit einigen Kühen wieder nach Hinterfeld gefahren, nur um einen Alpabzug zu veranstalten.» Auch dieses Gerücht ist zurzeit im Umlauf. Bei einem vorzeitigen Wintereinbruch mit Schnee hätte der Markt in Wassen wie geplant stattgefunden – einfach ohne Alpabzug.