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WASSEN: Gisler spricht von einem «historischen Tag»

Vom «Chiläli» aus erteilt die Urner Regierung ihren Gästen immer wieder Anschauungsunterricht. Das war schon 1989 nicht anders.
Von links Ambros Gisler, Karel van Miert, Adolf Ogi, Hans Zurfluh und Peter Mattli. (Bild: PD)

Von links Ambros Gisler, Karel van Miert, Adolf Ogi, Hans Zurfluh und Peter Mattli. (Bild: PD)

red. Genau heute vor 26 Jahren, am 17. Juli 1989, besuchte der für Transitfragen zuständige EG-Kommissar Karel van Miert erstmals den Kanton Uri. Zusammen mit Bundesrat Ogi wurde er auf dem Wassner Kirchenhügel von den Urner Regierungsräten Ambros Gisler, Peter Mattli und Hans Zurfluh empfangen. «Verkehrsanschauungsunterricht im Kanton Uri» titelte die «Gotthardpost» am Tag danach auf ihrer Frontseite. Und weiter: «Dass die Schweiz in der Frage des Transitverkehrs keine Kompromisse machen kann, konnte gestern EG-Kommissar Karel van Miert vor Ort im Kanton Uri und an einigen weiteren neuralgischen Punkten des Schweizer Verkehrsnetzes erleben. Zusammen mit Bundesrat Adolf Ogi liess er sich von der Urner Regierung erklären, weshalb die N 2 keine 40-Tönner erträgt und dass die Verkehrswege auf eine intakte Umwelt angewiesen sind.» Wie sich die Zeiten, Meinungen und Anschauungen ändern...

Ambros Gisler, Verwaltungsratspräsident der Herrenknecht Schweiz Holding AG, ist von der Firma Herrenknecht gebeten worden, für eine interne Dokumentation «einige bedeutende politische Facts im Vorfeld der Neat» aufzuzeigen. Beim Durchsuchen seiner Tagebuchnotizen ist ihm auch der 17. Juli 1989 aufgefallen. Für den ehemaligen Urner Landammann war der 17. Juli 1989 «ein historischer Tag in der schweizerischen Verkehrspolitik».

Neat als besonderes Anliegen

Folgender Text stammt aus den Tagebuchnotizen des damaligen Urner Volkswirtschaftsdirektors: «Bundesrat Adolf Ogi nimmt schon in seinem zweiten Amtsjahr die schweizerische Verkehrspolitik energisch in die Hände. Er gibt neue Impulse gegenüber der europäischen Verkehrspolitik. Das Dossier Neue Eisenbahn-Alpentransversale ist ihm ein besonderes Anliegen. Ein grosses Bedürfnis von Bundesrat Adolf Ogi ist es, den europäischen Ministern die starke Belastung am Beispiel der Gotthard-Autobahn im engen Urner Reusstal vor Ort aufzuzeigen. EU-Verkehrskommissar Karel van Miert aus Brüssel ist am 17. Juli 1989 der erste Gast, der auf dem legendären Wassner Kirchenhügel Anschauungsunterricht erfahren darf. In der darauf folgenden Zeit treffen dann noch mehr als 15 Verkehrsminister aus europäischen Staaten einzeln im Gotthardkanton Uri ein, um sich vom Bundesrat und von der Urner Regierung informieren zu lassen sowie über die Möglichkeit der Verlagerung des Transitgüterverkehrs von der Strasse auf die Schiene zu diskutieren.

Delamuraz unterbricht Ferien

Und weiter hielt Gisler schriftlich fest: «Bundespräsident Jean-Pascal Delamuraz unterbricht am 17. Juli 1989 eigens seine Ferien und reist wegen der Wichtigkeit der Sache ebenfalls nach Uri, wie auch der Direktor des Bundesamtes für Verkehr, Fritz Bürki.»

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