Wassen: Regierung heisst Nutzungsplan gut

Die Gemeinde hat die Gesamtpläne angepasst. Nun sagt die Regierung Ja - mit einigen Anpassungen.

Hören
Drucken
Teilen
Wassen

Wassen

Urs Hanhart

(zf) Die Gemeinde Wassen hat ihre Bau- und Zonenordnung ans Planungs- und Baugesetz angepasst. Zudem wurde die Bauzone aufgrund des revidierten kantonalen Richtplans reduziert und Gewässerraumzonen sowie Verkehrsflächen und Freihaltezonen innerhalb und ausserhalb der Bauzonen frisch ausgeschieden. Nun hat der Regierungsrat die Gesamtrevision der Nutzungsplanung Wassen genehmigt, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Revision besteht aus digitalen Daten der revidierten Nutzungspläne und der Bau- und Zonenordnung.

Auslastung der Bauzonen wird überprüft

Die Gemeinden sind durch den kantonalen Richplan dazu angehalten, bei Revisionen der Nutzungsplanung (Gesamtrevision, grössere Teilrevision), spätestens jedoch innert zehn Jahren, ihre Bauzonen gesamthaft hinsichtlich ihrer Lage und Dimensionierung mit dem Ziel einer Bauzonenauslastung von 100 Prozent zu überprüfen. Wenn innert 15 Jahren die zu erwartende Bauzonenauslastung innerhalb der Wohn-, Misch- und Zentrumszonen weniger als 90 Prozent beträgt, haben sie ihre Bauzonen innert fünf Jahren nach Inkrafttreten des Richtplans massgeblich zu reduzieren. Sie haben die Bauzonenauslastung auf mindestens 90 Prozent zu erhöhen oder den Umfang der unüberbauten Wohn-, Misch- und Zentrumszonen um mindestens die Hälfte zu reduzieren. «Unüberbaute, nicht erschlossene Bauzonen dürfen in der Zwischenzeit nicht weiter erschlossen werden», heisst es in der Mitteilung.

Die Gemeinde Wassen verfügt über zirka 2 Hektaren unüberbaute Bauzonenflächen in den Wohn-, Misch- und Zentrumszonen und damit über eine Bauzonenauslastung von 86 Prozent. Um eine Bauzonenauslastung von über 90 Prozent zu erreichen, zont die Gemeinde 4254 Quadratmeter Wohnzone sowie 675 Quadratmeter Zentrumszone aus und zont 2682 Quadratmeter Mischzone in die Gewerbezone um. Die Bauzonenauslastung beträgt mit der vorliegenden Nutzungsplanung genau 90 Prozent. «Gemäss kantonalem Richtplan sind im Siedlungsleitbild zusätzlich Rückzonungsgebiete in einem Umfang zu bezeichnen, dass eine Bauzonenauslastung von über 95 Prozent erreicht wird», hält die Regierung fest. «Dies ist mit dem Siedlungsleitbild der Gemeinde Wassen erfüllt.»

Gefährdung von Lawinen einbeziehen

Im Weiteren verbindet der Regierungsrat die Genehmigung mit Auflagen. «Der nördliche Teil der neu eingezonten Zone für besondere Anlagen und Betriebsstätten im Gebiet Schöni liegt zwar ausserhalb des Untersuchungsperimeters der gültigen Gefahrenkarte, jedoch gleich angrenzend an ein Gebiet mit erheblicher Gefährdung bezüglich Lawinen», so die Regierung. «Es muss deshalb davon ausgegangen werden, dass dieses Gebiet ebenfalls erheblich lawinengefährdet ist. Diese Gefährdung muss deshalb in der Nutzungsplanung grundeigentümerverbindlich ausgeschieden werden.»

Im Wald oder in Gebieten, die im landwirtschaftlichen Produktionskataster nicht dem Berg- oder Talgebiet zugeordnet sind (Sömmerungsgebiet) kann auf eine Festlegung des Gewässerraums verzichtet werden. Im Sinn eines einheitlichen Vollzugs über den ganzen Kanton sind die Gewässerräume bei den gewässerbegleitenden Bestockungsflächen sowie im Sömmerungsgebiet zu überprüfen und anzupassen. Im Gebiet Fürlaui wurden nach dem Hochwasserereignis im Jahr 2011 zwischen der Baudirektion und dem Grundeigentümer eine Vereinbarung erstellt und der Gewässerraum festgelegt. «Der in der Gesamtrevision der Nutzungsplanung ausgeschiedene Gewässerraum entspricht nicht dem Gewässerraum der Vereinbarung. Dieser ist daher anzupassen», hält die Regierung fest.