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WASSEN: Schulhausplatz in schlechtem Zustand: Dringende Sanierung ist geplant

Im März 2018 soll über einen Kredit von 820'000 Franken entschieden werden. An der offenen Dorf­gemeinde wird über das Budget für das kommende Jahr befunden, das ein Defizit von 155'040 Franken vorsieht.
Markus Zwyssig
Der Platz des Schulhauses Wassen soll saniert werden.

Der Platz des Schulhauses Wassen soll saniert werden.

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

Der Schulhausplatz in Wassen ist in einem schlechten Zustand und muss dringend saniert werden. «Wir haben auf den Bau einer Tiefgarage gehofft, doch leider wurde das Projekt nicht verwirklicht», sagt Gemeindepräsidentin Kristin T. Schnider. Nachdem alle Bemühungen von behördlicher und privater Seite, eine Tiefgarage inmitten des Dorfes Wassen realisieren zu können, gescheitert sind, hat der Gemeinderat die Vorbereitungen für die Gesamtsanierung des Schulhausplatzes an die Hand genommen.

Die Kosten für die dazu notwendigen Arbeiten belaufen sich auf 820'000 Franken. An der offenen Dorfgemeinde vom kommenden Freitag, 1. Dezember, wird über das Vorhaben informiert. Der Gemeinderat hofft, dass die Stimmbürger das entsprechende Kreditbegehren zuhanden der geheimen Abstimmung überweisen. Befinden darüber sollen die Wassner am 4. März 2018 an der Urne.

Hoffen auf Unterstützung und Spenden von Dritten

Für die Sanierung des Schulhausplatzes liegen bereits Pläne vor. An der offenen Dorfgemeinde vom 2. Juni 2017 hat der Souverän von Wassen dem Planungskredit von 10'987 Franken zugestimmt. Die A. Kälin AG, Altdorf, hat dem Gemeinderat am 25. September drei Varianten zur Ausführung der Gesamtsanierung vorgelegt. Der Gemeinderat hat sich für eine Variante mit einigen Anpassungen entschieden.

Die Firma hat dem Gemeinderat am 31. Oktober ein Bauprojekt unterbreitet, welches Kosten von 820'000 Franken vorsieht. «Wir sind uns bewusst, dass es sich um eine grosse Investition handelt», sagt Schnider. «Aber der Zustand des Platzes zwingt uns zu handeln.» Die Projektkosten werden aus Steuereinnahmen gedeckt. Die Gemeinde wird versuchen, zur Deckung der Sanierungskosten Unterstützungsbeiträge und Spenden von Dritten generieren zu können.

Gemeinde muss neuen Sozialvorsteher finden

Der bisherige Sozialvorsteher Lukas Schär zieht aus familiären Gründen weg aus Wassen. An der offenen Dorfgemeinde wird über ein entsprechendes Entlassungsgesuch entschieden. An der Urnenabstimmung vom 4. März 2018 muss ein Nachfolger gefunden werden.

An der offenen Dorfgemeinde befinden die Stimmbürger über das Budget 2018. Bei einem Aufwand von 1,857 Millionen Franken und einem Ertrag von 1,702 Millionen Franken wird mit einem Aufwandüberschuss von 155'040 Franken gerechnet. «Das budgetierte Jahresergebnis darf als zufriedenstellend bezeichnet werden», sagt Kristin T. Schnider. «Wir sind im grü­- nen Bereich.» Das Budget 2018 schliesst jedoch um rund 20'200 Franken schlechter ab als dasjenige für das laufende Jahr.

Geld wird für Sanierungen und Unterhalt gebraucht

Die finanzielle Lage in der kleinen Gemeinde sei weiterhin schwierig. «Wir können keine grossen Investitionen tätigen und auch nichts Neues anpacken», so Schnider. «Das vorhandene Geld brauchen wir für Sanierungen und für den Unterhalt.»

Vorgesehen sind für das kommende Jahr Bruttoinvestitionen von 896'200 Franken. Gebraucht wird das Geld für die Erneuerung der Brücke Seebach in Meien, die Erneuerung des Kinderspielplatzes beim Schulhaus Wassen, die Gesamtsanierung der Nutzungsplanung und die Revision der Bau- und Zonenordnung.

Die grösseren Abweichungen im Voranschlag 2018 gegenüber dem Budget 2017 sind auf Mehraufwendungen in den Bereichen öffentliche Ordnung und Sicherheit, Bildung, Verkehr zurückzuführen. Minderaufwendungen gab es in den Bereichen Verwaltungsliegenschaften, Umwelt- und Raumordnung sowie im Finanz- und Lastenausgleich. Bei den Steuern wird mit Mehreinnahmen bei den natürlichen Personen gerechnet.

Bau der zweiten Röhre soll auch positive Effekte haben

An der Dorfgemeinde wird über den Stand des Siedlungsleitbilds, der Nutzungsplanung sowie der Bau- und Zonenordnung Wassen informiert. Orientiert wird über die Arbeiten und Auswirkungen des Baus der zweiten Gotthard-Strassenröhre. Davon sollen die Gemeinden auch profitieren können. «Wassen, Gurtnellen und Göschenen wollen beim Grossprojekt zusammenarbeiten», so Schnider. «Ein Angebot verschiedener Dienstleistungen soll dafür sorgen, dass neue Arbeitsplätze geschaffen werden und bestehende erhalten bleiben.»

Informiert wird des weiteren über den Konzessionsvertrag mit dem EWA. Beim alten Sustenweg wird über die Bewilligungspraxis orientiert. Diese kann in Kraft treten, sobald alle Signalisationen aufgestellt sind. Erfreut ist Kristin T. Schnider darüber, dass es nun bei der ärztlichen Ver­sorgung besser aussieht. «Zusammen mit Göschenen haben wir etwas zu Stande gebracht, was den Einwohnern in der Gesundheitsversorgung sehr entgegenkommt», gibt sich die Gemeindepräsidentin überzeugt. Ab Dezember wird in beiden Gemeinden eine Hausarzt-Sprechstunde angeboten. Dafür konnte eine Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftspraxis Centramed Altdorf eingegangen werden (siehe unsere Zeitung vom 23. November).

Hinweis

Die offene Dorfgemeinde findet am kommenden Freitag, 1. Dezember, um 20 Uhr im Mehrzweckgebäude Wassen statt.

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