WASSEN: Vier von zehn SBB-Zügen fahren mit Urner Strom

Der Ausbau der Wasserkraftproduktion ist ein strategisches Ziel der SBB. Sie hat deshalb Anfang Jahr die Aktienmehrheit der Kraftwerk Wassen AG übernommen. Mittlerweile fahren vier von zehn SBB-Zügen mit Strom aus Urner Kraftwerken.

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Ein Zug unterwegs auf der Gotthard-Nordrampe bei Wassen, rechts die berühmte Kirche. (Bild: Keystone)

Ein Zug unterwegs auf der Gotthard-Nordrampe bei Wassen, rechts die berühmte Kirche. (Bild: Keystone)

Mit der Übernahme der Aktienmehrheit der Kraftwerk Wassen AG steige der Stromanteil aus Wasserkraft bei der SBB um vier Prozent, teilte das Unternehmen am Montag mit. Insgesamt fährt die SBB mit 90 Prozent Wasserkraft.

Die Wasserwerke der Reusskaskade - Göschenen, Amsteg und Wassen - produzieren rund 40 Prozent des von der SBB schweizweit benötigten Bahnstroms. Um das Bahnangebot der Zukunft nachhaltig betreiben zu können, werde zusätzliche Energie benötigt, hiess es in der Mitteilung.

Bis 2025 rechnet die SBB mit 25 Prozent mehr Energiebedarf, zu Spitzenzeiten gar mit 40 Prozent. Sie will diesen Mehrbedarf mit Wasserkraft decken und bis 2025 gar ausschliesslich mit erneuerbarer Energie unterwegs sein. Dabei spielten die Urner Wasserkraftwerke eine zentrale Rolle.

Weiter hält die SBB fest, dass die Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels höchste Anforderungen an die Bahnstromversorgung und die Verfügbarkeit stelle.

Neben den Kraftwerken investiert die SBB auf der Nord-Süd-Achse «einen dreistelligen Millionenbetrag» in eine zuverlässige Bahnstromversorgung. Die Neu- und Ausbauten der Unterwerke und die Übertragungsleitungen gewährleisteten eine sichere Bahnstromversorgung.

sda