WASSER: Anwalt wirft Baudirektor Befangenheit vor

Der Erstfelder Rechtsanwalt Walter A. Stöckli beschwert sich bei der Regierung über die geplante Wassernutzung am Schächen. Er fordert mehr Zeit und den Ausstand des Baudirektors Markus Züst.

Markus Zwyssig
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Das kalte Wasser des Schächenbachs ist zur Energiegewinnung heiss begehrt. (Bild Anian Heierli)

Das kalte Wasser des Schächenbachs ist zur Energiegewinnung heiss begehrt. (Bild Anian Heierli)

Um die Energiegewinnung aus dem Wasser des Schächens von der EWA-Zentrale Bürglen bis zur Mündung in die Reuss buhlen zwei Projekte: Das KW Schächen (Projektbeteiligte: Elektrizitätswerk Altdorf AG, Ruag und KW Aeschlimann AG) und die KW Schächenschale AG. Jetzt hat Rechtsanwalt Walter A. Stöckli namens der Kraftwerk Schächenschale AG beim Regierungsrat eine Verwaltungsbeschwerde eingereicht. Er bezieht sich dabei auf ein Schreiben der Baudirektion. Dieses räumt ihm eine letzte Frist von 20 Tagen ein, damit er die geforderten Unterlagen der KW Schächenschale AG insbesondere mit Angaben zur Betreiberschaft des geplanten Kraftwerks sowie zu den Hochwasserschutzmassnahmen des Projekts einreichen kann. Diese Zwischenverfügung sei aufzuheben, schreibt Stöckli. Die Frist zum Einreichen verlangter Unterlagen laufe erst frühestens am 7. Juli ab.

Stellvertreter soll neu entscheiden

Stöckli kritisiert dabei Baudirektor Markus Züst direkt. Dieser wolle die Konzession des Schächens dem Projekt des EW Altdorf zuschanzen. Schliesslich sitze Züst dort im Verwaltungsrat. Züst sei in dieser Sache «voll befangen». Er habe in der vorliegenden Angelegenheit den Ausstand zu wahren. Auch aus diesem Grund sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und an die Baudirektion zurückzuweisen. «Die Baudirektion verfügt ja über einen stellvertretenden Vorsteher. Der wird neu entscheiden müssen.»