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WASSERKRAFT: Graf beklagt «Technologiestrafe»

Das Elektrizitätswerk Altdorf hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich und blickt zuversichtlich in die Zukunft. Sorgen bereiten den Verantwortlichen allerdings die Wasserzinsen.
Urs Hanhart
Felix Graf, Verwaltungsratspräident EW Altdorf. (Bild: Urs Hanhart)

Felix Graf, Verwaltungsratspräident EW Altdorf. (Bild: Urs Hanhart)

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

An seiner letzten Generalversammlung als Verwaltungsratspräsident des Elektrizitätswerks Altdorf fasste Felix Graf ein heisses Eisen an: die Wasserzinsen. Der Bundesrat will diese senken, wodurch Kantone und Gemeinden jährlich 150 Millionen Franken weniger einnehmen würden. Dagegen wehren sich die Gebirgskantone vehement. Graf betonte gestern in seiner Rede im Theater Uri in Altdorf: «Die Wasserkraft ist aufgrund der gesunkenen Energiepreise unter Druck geraten. Abgaben in Form von Steuern und Wasserzinsen machen bei der Wasserkraft mehr als einen Drittel der Kosten aus.»

Von allen erneuerbaren Energien sei die Wasserkraft die einzige, die mit dem Wasserzins eine Abgabe entrichten müsse. «Diese Technologiestrafe in so substanziellem Umfang sollte nicht sein», sprach Graf Klartext. «In einem sich mehr und mehr öffnenden Markt ist die Wasserkraft damit gegenüber billigem Strom aus fossilen Kraftwerken klar im Nachteil.» Darum müsse man sich Gedanken machen über eine Neuregelung. Diese sollte «markttauglich sein und die Wettbewerbsnachteile für die Schweizer Wasserkraft im internationalen Geschäft beseitigen. Es geht um gleichlange Spiesse.»

Das EWA hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 82,8 Millionen Franken erwirtschaftet; die Gesamtleistung der EWA-Gruppe lag bei 94,4 Millionen Franken. Der Gewinn konnte um eine halbe Million auf 4,3 Millionen Franken erhöht werden. Werner Jauch, Vorsitzender der Geschäftsleitung, sprach von einem sehr erfolgreichen Jahr für die EWA-Gruppe: «Wir verzeichneten nicht nur einen erfreulichen Jahresabschluss, sondern erzielten auch eine gute Auslastung in allen Bereichen. Mehrere Grossprojekte konnten abgeschlossen und Fortschritte bei neuen Projekten erzielt werden. Zudem haben wir ein Innovationsmanagement lanciert.»

Dividende bleibt unverändert

Die versammelten Aktionäre segneten gestern sämtliche Anträge des Verwaltungsrates ab, so auch die Verwendung des Bilanzgewinns von 4,39 Millionen Franken. Es gelangt eine unveränderte Dividende von 8 Franken je Aktie zur Ausschüttung. Das sind bei 200 000 Aktien insgesamt 1,6 Millionen Franken. 60 000 Franken fliessen als Einlage in die gesetzliche Gewinnreserve und 2,8 Millionen Franken als Einlage in die freiwillige Gewinnreserve. Die restlichen rund 137 000 Franken werden auf die neue Rechnung vorgetragen.

Zum Schluss der GV wurde Felix Graf von Verwaltungsratsvizepräsident Urban Camenzind verabschiedet. Der Abtretende hatte den Vorsitz seit 2014 inne. Er ist zum CEO der NZZ-Mediengruppe ernannt worden, weshalb er das EWA-Mandat nun abgab. In seiner Abschiedsrede betonte er: «Ein Besuch in Uri ist für mich immer auch eine kleine Inspiration. Denn hier, im Land am Gotthard, weht seit einigen Jahren – nebst dem Föhn natürlich – der Geist des Aufbruchs.» Ganz besonders inspirierend sei für ihn die Tatsache, dass laufend neue Wasserkraftwerke in Betrieb genommen würden. Uri nutze seine natürlichen erneuerbaren Ressourcen, und zwar zum Wohl von Mensch und Umwelt.

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