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WASSERKRAFT: Neues Kraftwerk Urnerloch: Kanton will Restwert anerkennen

Die Kraftwerk Göschenen AG will mit einem neuen Kleinkraftwerk im Urnerloch Restwasser zur Stromgewinnung nutzen. Weil sie die neue Anlage bis zum Ablauf der Konzession 2043 nicht vollständig abschreiben kann, soll der Kanton einen Restwert anerkennen.
Die Kraftwerk Göschenen AG durchläuft ein millionenschweres Erneuerungsprogramm. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Die Kraftwerk Göschenen AG durchläuft ein millionenschweres Erneuerungsprogramm. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Der Regierungsrat hat am Dienstag die entsprechende Botschaft an den Landrat publiziert. Die Investitionen für das neue Kraftwerk belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Franken. Macht der Kanton als Konzessionsgeber 2043 den Heimfall geltend, soll er einen Restwert der neuen Anlage von rund knapp 0,4 Millionen Franken anerkennen.

Bei der Restwertanerkennung gehe es lediglich um die Investitionen in die "nassen Anlagenteile", deren Abschreibedauer über das Konzessionsende im Jahr 2043 hinausgehe, schreibt der Regierungsrat. Ansonsten fielen "nasse Anlagenteile" beim Heimfall unentgeltlich an den Konzessionsgeber. Für die "trockenen Anlageteile" könne der Kanton beim Heimfall eine Entschädigung leisten, eine Restwertvereinbarung sei aber nicht nötig.

Die Abgeltung des Restwerts erfolgt erst zum Zeitpunkt des Heimfalls. Der Heimfall tritt nur dann ein, wenn der Kanton das Kraftwerk nach Ablauf der Konzession selber nutzen und betreiben will. Nur in diesem Fall sei eine direkte Abgeltung durch den Kanton in finanzieller Form notwendig, schreibt der Regierungsrat. Sonst verblieben die Anlagen und deren Restwerte beim Konzessionären.

Ungenutztes Restwasser

Bei der Wasserfassung Urnerloch unterhalb Andermatt werden heute die natürlichen Zuflüsse aus dem Urserntal gefasst. Dieses Wasser wird durch einen drei Kilometer langen Druckstollen hinunter in die Kaverne in Göschenen geführt, wo es Turbinen zur Stromproduktion antreibt.

Bei der Wasserfassung selber wird Restwasser, sogenanntes Dotierwasser, bisher ungenutzt in die Reuss abgegeben: Im Sommer bis zu 2000 Liter pro Sekunde, im Winter rund 400 Liter pro Sekunde. Mit einem kleinen Kraftwerk unterhalb der bestehenden Wasserfassung will das Kraftwerk Göschenen dieses Dotierwasser künftig zur Stromproduktion für rund 110 Haushalte genutzt werden. (sda)

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