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WASSERKRAFT: Regierung kommt Erstfeldern am Alpbach entgegen

Der Regierungsrat empfiehlt dem Landrat, einen Vorentscheid zu Gunsten einer kleineren Nutzungsvariante am Alpbach zu fällen. Dies sei schneller zu realisieren. Zudem könne von einer grösseren Akzeptanz der Bevölkerung ausgegangen werden.
Markus Zwyssig
Der Alpbach ist eines der grössten Gewässer in Uri, die noch zur Stromproduktion verwendet werden können. (Bild: Paul Gwerder (21. März 2017))

Der Alpbach ist eines der grössten Gewässer in Uri, die noch zur Stromproduktion verwendet werden können. (Bild: Paul Gwerder (21. März 2017))

Bei der Wasserkraftnutzung am Alpbach sollen die Weichen gestellt werden. Die Regierung hat am Mittwoch ihren Bericht und Antrag an den Landrat in dieser Sache vorgelegt. Das Interesse an einer Nutzung ist gross, weil der Alpbach im Erstfeldertal das grösste noch zur Stromproduktion verwendbare Gewässer in Uri ist.

Der Realisierung eines Kraftwerks standen grosse Bedenken vor allem der Bevölkerung von Erstfeld entgegen, weil diese um ihre Trinkwasserquellen im Erstfeldertal fürchtete. Inzwischen liegt nun ein Vergleich der bisher diskutierten Projektvarianten vor. Dieser ermöglicht es dem Landrat, einen konzessionsrechtlichen Vorentscheid zu Gunsten einer Variante zu treffen. Damit ist der Weg für Investoren frei, ein Kraftwerkprojekt am Alpbach zu realisieren.

Kleinere Variante bietet gleich mehrere Vorteile

Der Regierungsrat empfiehlt dem Landrat aufgrund des Variantenvergleichs, einen Vorentscheid zu Gunsten einer Nutzung ab dem Gebiet Schopfen (Alpbach Süd) zu fällen. Er ist überzeugt, dass diese kleinere Variante wesentlich schneller realisierbar sei als eine grössere Nutzung ab dem Gebiet Bodenberg. Zudem sei die Akzeptanz für diese Lösung grösser. So sind die Trinkwasserquellen bei einer Nutzung ab dem Gebiet Schopfen nicht betroffen. Zudem ist die kleinere Nutzung gemäss Einschätzung wirtschaftlicher. Der Strom kann zu tieferen Kosten produziert werden.

Die kleinere Nutzung bedeutet für den Kanton einen Einnahmenverlust von jährlich rund 200000 Franken bei den Wasserzinsen, da rund ein Drittel weniger Strom produziert werden kann. Unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit sowie des starken Widerstands der Behörden und der Bevölkerung in Erstfeld sei trotz dieser Mindereinnahmen eine kleinere Nutzungsvariante zu bevorzugen.

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

Hinweis

Der Landrat wird den Vorentscheid zur Konzessionsvergabe am Alpbach sowie den Bericht zur Machbarkeit des Wasserkraftwerks in einer der nächsten Sessionen behandeln.

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