Wegen Sprengung: Autobahn A2 wird gesperrt

Wegen der Felssprengung bei Gurtnellen sind am Samstag während 90 Minuten sämtliche Strassen zwischen Amsteg und Göschenen gesperrt. Betroffen ist auch die Nord-Süd-Achse.

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Bis zur grünen Markierung (unten links) soll der Stein entfernt werden. (Bild: Keystone)

Bis zur grünen Markierung (unten links) soll der Stein entfernt werden. (Bild: Keystone)

Die SBB sprengt am Samstag um 11.15 Uhr rund 250 Kubikmeter Fels weg, die auf das Bahntrassee der Gotthard-Bahnlinie zu stürzen drohen. Deshalb werden sämtliche Verkehrswege (Autobahn, Kantonsstrasse, Wanderwege etc.) am Samstag zwischen 10 und 11.30 Uhr gesperrt. Aus Sicherheitsgründen, wie die SBB schreibt.

Staus auf Urner Strassen

Auf der Autobahn A2 werden die Fahrzeuge in Richtung Norden vor dem Gotthardtunnel in Airolo angehalten. Das Sprenggebiet wird weiträumig abgesperrt. Die Bahnersatzbusse zwischen Flüelen und Göschenen verkehren während der Sperrzeiten ebenfalls nicht.

Auf den Strassen im Kanton Uri ist deshalb spätestens ab 10 Uhr mit Staus zu rechnen. Auch nach der Wiedereröffnung der Strassen gegen 11.30 Uhr wird es bis zur Stauauflösung Wartezeiten geben. Die SBB rät aus Kapazitätsgründen von Bahnreisen übers Wochenende ins Tessin ab, weil pro Stunde maximal 500 Personen pro Richtung transportiert werden können.

Die Kameras werden in Stellung gebracht. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
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Bild: Keystone
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Überblick über die Gotthard-Sprengung vom Samstagvormittag. (Bild: Keystone)
Die letzten Spezialisten verlassen nach dem Inspektionsflug den Helikopter.
Die Schutzmatten für die Felssprengung über der Gotthard-Eisenbahnstrecke wurden bei Gurtnellen vom Helikopter an den Fels geflogen und von Spezialisten verlegt. (Bild: Keystone)
Die Schutzmatten für die Felssprengung über der Gotthard-Eisenbahnstrecke wurden bei Gurtnellen vom Helikopter an den Fels geflogen und von Spezialisten verlegt. (Bild: Keystone)
Die Schutzmatten für die Felssprengung über der Gotthard-Eisenbahnstrecke wurden bei Gurtnellen vom Helikopter an den Fels geflogen und von Spezialisten verlegt. (Bild: Keystone)
Das Bord ist mit Pneus geschützt. (Bild: Keystone)
In Flüelen müssen die Bahnpassagiere umsteigen. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Am Freitag bohrten Felsarbeiter Löcher für die Sprengung am Samstag. Das instabile Gestein wird bis zur grünen Markierung (unten links) entfernt. (Bild: Keystone)
Der grösste Felsbrocken ist etwa 2 Kubikmeter gross. (Bild: SBB)
Geologen begutachten die Felswand oberhalb des SBB-Gleises. (Bild: Keystone)
Geologen besteigen den Helikopter... (Bild: Keystone)
... und begutachten die Felswand aus der Luft. (Bild: Keystone)
Die SBB-Gotthardlinie zwischen Intischi und Gurtnellen ist bis sicher Montagmittag unterbrochen. (Bild: Keystone)
Solche Brocken rollten ins Tal. Nun liegt er auf dem Gleis. (Bild: Keystone)
Die Gleise wurden arg in Mitleidenschaft gezogen. (Bild: PD)

Die Kameras werden in Stellung gebracht. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Löcher für Sprengung gebohrt

An Sicherheitsseilen befestigt, haben Felsarbeiter am Freitag Löcher für die Sprengung vorbereitet. Nach der Sprengung wird das Geröll von den Gleisen geräumt und der Hang ein weiteres Mal von Experten inspiziert. Beurteilen die Geologen den Hang als sicher, werden voraussichtlich ab Sonntagmittag Transitgüterzüge über die Gotthardbahnlinie rollen. Der Personenverkehr soll am Montagmittag aufgenommen werden.

Am Mittwoch sind insgesamt rund 300 bis 400 Kubikmeter Gestein zwischen Intschi und Gurtnellen ins Tal gedonnert. Der grösste Teil wurde von den Schutzbauwerken oberhalb der Gleise aufgefangen. Nur rund 5 Kubikmeter Gestein landeten schliesslich auf den Schienen.

Zwischen Flüelen und Göschenen verkehren Bahnersatzbusse. Es muss mit 60 bis 90 Minuten mehr Reisezeit gerechnet werden. Weitere Infos gibt es auf der kostenlosen SBB-Hotline 0800 99 66 33

rem