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Wein und Country sorgen für Stimmung Im Seelisberger «Bellevue»

Am Dienstagabend sorgten im Hotel Bellevue nicht nur die amerikanischen Hess-Weine und der ehemalige Dusty-Boots-Bandleader Alex Gwerder und die Liem Buebä für ein volles Haus.
Paul Gwerder
Von links: Cédric Jenni und Dave Guffy von Hess Weine USA mit Gastgeber Erich Amstad. (Bild: Paul Gwerder, Seelisberg, 30. April 2019)

Von links: Cédric Jenni und Dave Guffy von Hess Weine USA mit Gastgeber Erich Amstad. (Bild: Paul Gwerder, Seelisberg, 30. April 2019)

Am Dienstagabend präsentierte Winzer Dave Guffy aus dem kalifornischen Napa Valley zum Nachtessen im Hotel Bellevue in Seelisberg persönlich vier auserlesene Hess-Weine. An diesem Anlass nahmen neben ehemaligen Spitzensportlern auch auffallend viele Muotathaler teil. Sie waren gekommen, um den «amerikanischen» Ehrengast Lieni Suter wieder einmal zu sehen. Hotelier Erich Amstad liess es sich nicht nehmen, jeden Gast persönlich zu begrüssen. Als Willkommensgruss erhielten die Frauen einen weissen und die Männer einen schwarzen Cowboyhut und ein passendes rotes Halstuch.

Der heute 83-jährige Donald Hess ist ein Wein-Pionier aus Bern und hat auf vier Kontinenten Weingüter aufgebaut, so auch in Kalifornien, Argentinien, Südafrika und Australien. Von seinem Vater erbte er die Bierbrauerei Steinhölzli in Bern, und 1960 gründete er die Valser-Mineralwasserquellen, die er später an Coca-Cola verkaufen konnte.

Statt auf Mineralwasser auf Rebstöcke gesetzt

In Amerika wollte Hess ebenfalls mit dem «Valser» in den Markt einsteigen. Dies klappte jedoch überhaupt nicht, und so kaufte Hess bis heute rund 1000 Hektaren Rebflächen, die eine jährliche Produktion von gut 20 Millionen Flaschen Wein ergeben. «Inzwischen ist mit der Hess Family Wine Estates ein internationales Schweizer Topunternehmen mit absoluten Spitzenweinen entstanden», erzählte Winzer Dave Guffy den Gästen.

Vier Hess-Weine zu «kulinarischem Slalom»

Zum Apéro spielten die Liem Buebä lüpfige Musik auf ihren Schwyzerörgeli, und dazu gab es einen weissen «Hess Select Chardonnay» aus Kalifornien. Zur Vorspeise wurde ein «Hess Select Cabernet Sauvignon» aus dem Jahr 2015 serviert, der den Weinliebhabern besonders gut schmeckte. Das Menu war ein kulinarischer Slalom zwischen der Schweiz und Amerika. Ein riesiges Kompliment erhielt der Dessertwein, ein «Hess Lion Red Blend» aus dem Napa Valley. 1953 ist der junge Schwyzer Lieni Suter nach Kalifornien ausgewandert. Er hatte es anfänglich nicht leicht, denn er beherrschte die Sprache nicht und hatte auch keine Lehre absolviert. So begann er, zuerst bei einem Landwirt als Melker zu arbeiten. Aber schon bald zog ihn das amerikanische Militär ein, und er musste für ein paar Jahre als amerikanischer Soldat nach Deutschland. Nach dieser Zeit, in der er viel lernte, versuchte er es in einigen Berufsrichtungen, bevor er im Jahr 1979 den Durchbruch mit seiner frisch gegründeten Tiefbaufirma fand. Mit dem Bau von Pipelines in den Vereinigten Staaten und zeitweise rund 20 Mitarbeitern wurde der Schwyzer zu einem vermögenden Mann. Er wohnt in der Bergwelt in der Nähe von Truckee. Zusammen mit seiner früh verstorbenen deutschen Frau Herta hatte er zwei Söhne und eine Tochter, und als «Luxus» leistete er sich eine Eigentumswohnung in seinem geliebten Muotathal.

Das «Eidgenössische» ist ein Thema des Abends

Schwiegersohn Urs Gwerder ist der Bruder von Countrysänger Alex Gwerder (ehemals Dusty Boots) und hat Lienis Tochter Silvia geheiratet. Bevor er aus­wanderte, war der Muotathaler ein guter Schwinger. Er hat in seiner Laufbahn 25 Kränze in Übersee gewonnen, und als persönliches Highlight durfte er im Jahr 1995 in Chur als Auslandschweizer am Eidgenössischen Schwingfest teilnehmen. In diesem Jahr wird er als Betreuer mit vier Schützlingen am Saisonhöhepunkt in Zug dabei sein. Gwerder tippt auf Armon Orlik als Sieger, obwohl er gerne einem Innerschweizer den Königstitel gönnen würde.

Von links: Patrick Gwerder, Michaela Gwerder, Alex Gwerder und Ivo Laimbacher präsentierten den Ohrwurm «Muotathal Mountain Man». (Bild: Paul Gwerder, Seelisberg, 30. April 2019)

Von links: Patrick Gwerder, Michaela Gwerder, Alex Gwerder und Ivo Laimbacher präsentierten den Ohrwurm «Muotathal Mountain Man». (Bild: Paul Gwerder, Seelisberg, 30. April 2019)

Der Auftritt von Alex Gwerder, vormals Bandleader bei den Dusty Boots, war ein weiterer Höhepunkt des Abends. Begleitet wurde der Ausnahmesänger vom Bassisten Patrick Gwerder und von der Sängerin Michaela Gwerder. Mit seinen bekannten Country-Liedern brachte Alex Gwerder die Wände zum Erzittern, und die Gäste brachen in wahre Begeisterungsstürme aus. Und als bei den letzten Stücken noch ein kräftiger Mann mit einer Handorgel die Musiker unterstützte, rieben sich manche die Augen, denn es handelte sich um den zweifachen «Eidgenossen» Ivo Laimbacher, den Schwiegersohn von Alex Gwerder. Zum Abschluss verlangten die Gäste im Saal lautstark noch «Muotathal Mountain Man», einen eigentlichen Ohrwurm. Diesen Wunsch erfüllte Alex Gwerder gerne, und er gab zu Protokoll: «Es war eine wunderschöne, aber auch anstrengende Zeit, mit den Dusty Boots unterwegs zu sein. Heute lasse ich es etwas ruhiger angehen, spiele aber immer noch sehr gerne meine eigenen Songs in einem kleineren Rahmen.»

Schwyzerörgeler sorgen für tolle Stimmung

Ivo Laimbacher meinte zu seinem Auftritt: «Ich habe schon früh das Handorgelspielen gelernt. Jetzt freue ich mich, dass ich manchmal mit Alex aufspielen darf.» Zum Ausgang des Eidgenössischen Schwingfests in Zug wagte Laimbacher keine namentliche Siegerprognose. Seiner Meinung nach kommen neben Christian Stucki noch vier bis fünf junge Schwinger als König in Frage. Aber das Wichtigste dabei ist, dass diese bis zum grossen Fest alle gesund bleiben. Den Abschluss des Abends machten wiederum die Schwyzerörgelispieler, die mit ihren volkstümlichen Liedern wie etwa «Alls was bruuchsch uf dr Wält, das isch Liebi» die Stimmung auf den Höhepunkt trieben.

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