WELTKULTURERBE: Gotthard-Bergstrecke: Kandidatur verschoben

Die Schweiz ist seit kurzem Mitglied im Unesco-Welt- erbekomitee. Aus diesem Grund hat sie nun die eigene Kandidatur der Gotthard-Bergstrecke zurückgestellt.

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Noch verkehrt diese Dampfbahn nicht auf einer Strecke mit Unesco-Weltkulturerbe-Siegel. (Archivbild Sven Aregger/Neue UZ)

Noch verkehrt diese Dampfbahn nicht auf einer Strecke mit Unesco-Weltkulturerbe-Siegel. (Archivbild Sven Aregger/Neue UZ)

Obwohl die Gotthard-Bergstrecke das Zeug zum Unesco-Weltkulturerbe hätte, wird die Kandidatur nun zurückgestellt. Grund: Die Schweiz wurde Ende 2009 ins Unesco-Welterbekomitee gewählt und will während ihrer vierjährigen Amtszeit auf das Einreichen eigener neuer Kandidaturen verzichten.

Trotz dieser zeitlichen Verzögerung bleiben die Beteiligten aber optimistisch: «Wir werden die uns zur Verfügung stehende Zeit nutzen, um das Projekt ?pfannenfertig? auszuarbeiten», erklärt Justizdirektorin Heidi Z'graggen auf Anfrage der Neuen Urner Zeitung.

In welchem Rahmen die Bergstrecke künftig betrieben werden soll, wird ein wichtiger politischer Entscheid. Denn: «Eine Kandidatur hat nur eine Chance, wenn die Bergstrecke weiter genutzt und nicht zurückgebaut wird», stellt Z?graggen klar. Ob die Kandidatur letztlich unterstützt wird, entscheidet der Bund.

Daniel Regli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Urner Zeitung.