Weniger Strom wegen Gewässerschutz

Die Kraftwerk Göschenen AG und die Kraftwerk Wassen AG setzten das eidgenössische Gewässerschutzgesetz rechtzeitig um. Dadurch entstehen aber auch Produktionseinbussen.

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Dank dem neuen Gewässerschutzgesetz müssen die Kraftwerke mehr Restwasser in den Flüssen lassen. (Bild: Urs Hanhart/Neue UZ)

Dank dem neuen Gewässerschutzgesetz müssen die Kraftwerke mehr Restwasser in den Flüssen lassen. (Bild: Urs Hanhart/Neue UZ)

Bis Ende Jahr müssen Wasserkraftwerke in der Schweiz das eidgenössische Gewässerschutzgesetz umsetzten. Dieses verlangt zur ökologischen Aufwertung der Gewässer, dass gewisse Wassermengen in den Flüssen verbleiben und nicht mehr zur Stromproduktion verwendet werden.

Wie die Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) am Freitag mitteilen, haben die Kraftwerk Göschenen AG (KWG) und die Kraftwerk Wassen AG (KWW) die Massnahmen für die Restwassersanierungen in Urner Gewässern pünktlich umgesetzt. Damit erfüllen sie die Vorgaben des Bundes. Die Kraftwerksbetreiber haben an ihren Anlagen technische Anpassungen und bauliche Massnahmen für rund 250’000 Franken vorgenommen.

Einbussen von zwei Prozent

Das meiste Restwasser wird bei der Wasserfassung Urnerloch mit 2000 Litern pro Sekunde durchgelassen. Bei den anderen Fassungen variiert die Menge zwischen 25 und 500 Litern pro Sekunde. Für das KWG und das KWW bedeuten diese Restwasserabgaben jährliche Produktionseinbussen von gut zwei Prozent. Dies entspricht dem jährlichen Verbrauch von rund 3200 Haushalten. Die Einbussen müssen die energiebeziehenden Partner SBB und CKW nun entschädigungslos über andere Kraftwerke kompensieren.

Das KWG und das KWW nutzen die Wasserzuflüsse aus dem Urserntal, der Göscheneralp, der Reuss und aus dem Meiental, um sowohl Haushalte, Gewerbe und Industrie als auch die SBB mit Strom zu versorgen.

pd/bep