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«Wer plant, fährt nicht in den Stau»

«Tierquälerei auf der Gotthard-Autobahn: Polizei lässt Kühe im Stau schmoren», so titelte der «Blick» am vergangenen Wochenende. Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti nimmt Stellung.

Dabei wurden Tiertransporte von der Deutschschweiz ins Tessin thematisiert. Da mit den Tieren bei Stau nicht mehr auf die Kantonsstrasse ausgewichen werden dürfe, würde den Kühen Hitzschlag oder gar der Tod im Stau drohen. Früher habe man Ausnahmen vom LKW-Verbot auf der Kantonsstrasse gemacht, so ein Transporteur.

Dimitri Moretti, stimmt es, dass die Polizei die Schraube beim LWK-Fahrverbot auch bei Tiertransporten angezogen hat?

Nein, das kann ich nicht bestätigen. Offiziell gab es keine Ausnahme des LKW-Fahrverbots auf der Kantonsstrasse. Gleichzeitig kann ich aber auch nicht zu 100 Prozent ausschliessen, dass es zu solchen Tiertransporten auf der Kantonsstrasse kam. Fakt ist, das LKW-Fahrverbot gilt seit mehreren Jahren. Und die Kantonspolizei hat dieses Verbot durchzusetzen.

Verstehen Sie die negativen Reaktionen gegenüber dieser Praxis der Kantonspolizei?

Ja, denn es geht um Tiere. Mir und auch der Kantonspolizei ist klar, dass es für sie grossen Stress bedeutet, wenn sie in der Hitze stehen müssen. Aber hier muss auch der Transporteur seine Verantwortung wahrnehmen. Wer richtig plant, fährt nicht in den Stau. Von Mitte Mai bis Mitte Juni hatten wir 17 von 28 Tagen ohne Stau. An den Stautagen war die Maximalwartezeit, mit Ausnahme von viermal, jeweils weniger als 30 Minuten. Zudem waren die grossen Staus absehbar.

Es hiess, die Polizei sei bereit, Hand zu bieten, wenn das Tierwohl gefährdet ist ...

Wenn der Transporter in eine Situation gerät, wo das Tierwohl effektiv gefährdet ist, sucht man natürlich nach Lösungen. Wir animieren sie zudem dazu, sich vor dem Transport bei der Polizei über die ideale Durchfahrzeit zu informieren. Ein gangbarer Weg wäre auch, eine Nachtfahrbewilligung einzuholen. In den Morgenstunden gibt es weniger Stau und es ist erst noch kühler.

Wird man nun wegen der Kritik weitere Massnahmen ergreifen?

Um die Diskussion wieder zu versachlichen, haben wir vor, einen runden Tisch zu veranstalten, an dem die unterschiedlichen Standpunkte diskutiert werden können. Die Polizei wird dabei aufzeigen können, dass es sich um keine Praxisänderung handelt. Bei dieser Gelegenheit wird man mit Sicherheit für alle tragfähige Lösungen finden. (zf)

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