WERNER ARNOLD: Uris Ranger löst Konflikte mit Worten

Werner Arnold ist der erste Ranger in Uri. Er greift dort ein, wo sich Natur und Tourismus tangieren. Und er sieht sich in der Rolle des Vorreiters.

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Ranger Werner Arnold im Urner Reussdelta. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Ranger Werner Arnold im Urner Reussdelta. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Eine Familie hat ihre Zelte mitten im Naturschutzgebiet aufgeschlagen. Plötzlich fährt ein Ranger vor. Er trägt Sonnenbrille und Cowboyhut, in der Hand ein Jagdgewehr. Langsam steigt er aus seinem Jeep, spuckt auf den Boden, betrachtet den illegalen Lagerplatz und zückt sein Natel. Minuten später fahren weitere Ranger mit einem Jeep vor und verhaften kurzerhand die Camper.

Dieses frei erfundene Szenario könnte sich jederzeit in einem Hollywood-Film abspielen, einem Film mit harten Jungs und Western-Feeling. Wohl aber nicht im Kanton Uri. Und dies, obwohl es in Seedorf nun einen Ranger gibt: Werner Arnold.

Ein Bindeglied
Der 53-jährige Förster ist nicht nur der erste Urner Ranger überhaupt. Er ist auch einer der ersten achtzehn diplomierten Ranger in der Schweiz. Kürzlich hat er die Ausbildung abgeschlossen. «Ein amerikanischer Ranger ist aber nicht mit einem Schweizer vergleichbar», weiss Arnold. Hier zu Lande sei ein Ranger weniger ein Waldpolizist, sondern viel mehr ein Kommunikationsorgan. Einerseits führt er Exkursionen in der Natur durch. Andererseits vertritt er die Anliegen der Natur als Bindeglied der Behörden und Öffentlichkeit. Auch direkte Informationen und Sensibilisierung der Gesellschaft helfe, Nutzungskonflikte zu entschärfen. «Der Tourismus spült immer mehr Menschen in die Natur», sagt Werner Arnold. Die dabei entstehenden Probleme mit den beteiligten Parteien zu lösen, das sei die Aufgabe des Rangers.

Elias Bricker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Urner Zeitung.