West-Ost-Verbindung : Der Baustart wird verschoben

Weil nach wie vor Gerichtsentscheide hängig sind, können die Bauarbeiten nicht wie geplant im kommenden Frühling beginnen. Dagegen liegt der Kantonsbahnhof im Fahrplan. 

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Der geplante Kreisel der WOV bei der Schächenbrücke und die vorgesehene Linienführung der WOV entlang des Schächens Richtung Kreisel bei der Ruag in Altdorf.

Der geplante Kreisel der WOV bei der Schächenbrücke und die vorgesehene Linienführung der WOV entlang des Schächens Richtung Kreisel bei der Ruag in Altdorf.

Visualisierung: Baudirektion Uri

(pz) Für 19,8 Millionen Franken baut der Kanton Uri eine neue West-Ost-Verbindung. Der Baustart der West-Ost-Verbindungsstrasse (WOV) verzögert sich. Geplant wäre gewesen, im kommenden Frühling mit den Bauarbeiten zu starten. Grund für den Verzug sind die hängigen Gerichtsentscheide. Baudirektor Roger Nager betonte am Mediencafé der Regierung, dass damit in keiner Weise Kritik geäussert oder Druck auf das Obergericht des Kantons Uri ausgeübt werden solle. «Es ist richtig, dass die Beschwerden seriös abgehandelt werden», gab sich Nager überzeugt. Wie lange sich die Arbeiten verzögern würden, sei derzeit nicht abschätzbar. Ursprünglich geplant gewesen ist, dass WOV, A2-Halbanschluss und der neue Kantonsbahnhof in Altdorf zusammen Ende 2021 eröffnet werden.

Eng verknüpft mit dem Bau der WOV ist der geplante A2-Halbanschluss. «Ohne WOV werden die Arbeiten am neuen A2-Halbanschluss Altdorf Süd kaum starten können», so Nager weiter. Das Bundesamt für Strassen (Astra), das den Halbanschluss finanziert und baut, hat stets betont, dass beide Projekte gleichzeitig umgesetzt werden sollen.

Buskonzept mit verbesserten Verbindungen

Nager betonte aber auch, dass der Kantonsbahnhof gut im Fahrplan sei. Das bedeutet, dass der Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Kanton Uri wie geplant umgesetzt werden kann und der neue Kantonsbahnhof in Altdorf zur zentralen Drehscheibe für Bus und Bahn wird. Das neue Buskonzept mit verbesserten Verbindungen wird wie geplant auf Ende 2021 umgesetzt.

Mit der WOV und dem A2-Halbanschluss sollen die dicht besiedelten Siedlungsgebiete im Talboden vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Viele Anwohner in Altdorf und Schattdorf leiden unter einer viel zu hohen Luft- und Lärmbelastung. Die WOV soll die Verkehrssituation verbessern und das Zentrum von Altdorf, die Gotthardstrasse von Schattdorf sowie den Kreisel Flüelen entlasten. Diese Verbindung soll im BereichWysshus/Attinghausen durch den neuen, nördlich ausgerichteten Halbanschluss an die Nationalstrasse A2 angeschlossen werden.