WETTBEWERB: Zürcher Team entwirft neues Urner Kantonsspital

Das Kantonsspital Uri wird nach Plänen eines Zürcher Architektenteams um- und ausgebaut. Das Siegerprojekt des Gestaltungswettbewerbs stammt vom Büro Darlington Meier mit der GMS Partner AG. Das Projekt wird ab dem 11. Januar 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt.

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Das Urner Kantonsspital inAltdorf. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Das Urner Kantonsspital inAltdorf. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Das Siegerteam aus Zürich setzte sich gegen fünf weitere Mitbewerber durch, wie die Urner Standeskanzlei am Dienstag mitteilte. Vor dem Entscheid des Preisgerichts wurden die Projekte von externen Fachleuten sowie Ärzten und Pflegenden des Kantonsspitals geprüft.

Der neue Spitalbau sieht gemäss ersten auf der Homepage der Architekten veröffentlichten Entwürfen vor allem eine dezente Fassade und grosse Fensterfronten vor. Darlington Meier entwarf unter anderem jüngst den Neubau der Zürcher Klinik Lengg sowie den Masterplan für das neue Wohn- und Geschäftsquartier St. Katharinen in der Hamburger Altstadt.

Das Siegerprojekt wird laut Mitteilung mit den anderen eingereichten Wettbewerbsprojekten im Januar 2016 im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Modelle und Pläne sind vom 12. bis am 23. Januar im Zeughaus Altdorf zu sehen.

Mit Investitionen von rund 100 Millionen Franken ist der Um- und Neubau des Kantonsspitals Uri das grösste Hochbauprojekt, das Uri je in Angriff genommen hat. Das Kantonsparlament entscheidet voraussichtlich im Frühjahr 2017 über den Baukredit, das Volk im Herbst darauf. Der Baustart ist für Herbst 2018 vorgesehen. 2023 soll das Projekt fertig sein. Einen Grundsatzentscheid hat das Stimmvolk allerdings schon am 28. September 2014 gefällt: Es hat den Projektierungskredit von drei Millionen Franken mit 86,1 Prozent Ja-Stimmen genehmigt.

Mit dem Um- und Neubau will die Urner Regierung die Wirtschaftlichkeit und Attraktivität des Kantonsspitals verbessern. Das heutige Akutspital mit vier Häusern und einem Personalgebäude soll aus betrieblichen Gründen komplett umgebaut und leicht vergrössert werden. Daneben soll die Langzeitpflegeabteilung aufgehoben werden.

(sda/cv)