WETTER: Lawinensituation bleibt weiterhin kritisch

Die Lawinensituation in den Schweizer Bergen bleibt mit den jüngsten Schneefällen kritisch. Dies gilt teilweise auch für Gebiete in der Zentralschweiz.

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(Symbolbild Markus Forte/Neue LZ)

(Symbolbild Markus Forte/Neue LZ)

Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos warnt am Freitag auch für den zweiten Weihnachtstag vor teilweise grosser Lawinengefahr. Bis am Abend des ersten Weihnachtstages gab es oberhalb von rund 2.000 Metern im Tessin und in Südbünden 40 bis 60 Zentimeter Neuschnee, im Wallis, am westlichen Alpennordhang, im Gotthardgebiet sowie in Nord- und Mittelbünden wurden 20 bis 40 Zentimeter registriert.

Weiterer Schnee wurde auch für die Nacht auf den zweiten Weihnachtstag erwartet. In der Höhe haben sich grosse Triebschneeansammlungen gebildet und vor allem in Südbünden gingen spontane, grosse Lawinen nieder. Unterhalb von rund 2.000 Meter wurde die Schneedecke durch den Regen in den oberflächennahen Schichten durchnässt. Der darauf gefallene Neuschnee wirke isolierend und die Kälte könne nur langsam in die Schneedecke eindringen. Die Stabilisierung gehe deshalb nur langsam voran. Das Institut warnt deshalb weiterhin vor grosser Lawinengefahr in den Regionen nördliches Tessin, Zervreila, Rheinwald, Avers, Bündner Südtäler und Engadin ohne Silvretta und Samnaun. Erheblich ist die Gefahr im Wallis, am Alpennordhang, im übrigen Graubünden, im mittleren Tessin und im Sotto Ceneri. Ab Montag wird mit einer langsamen Abnahme der Gefahr gerechnet.

ap