Widerstand gegen Gipfelkreuz auf dem Bristen

Erneut wehren sich zwei Umweltverbände gegen ein grosses Gipfelkreuz auf dem Bristen. Bereits in Vergangenheit wurde ein Gipfelkreuz mit einer Beschwerde erfolgreich bekämpft.

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Das bestehende Gipfelkreuz auf dem Bristen. (Bild: PD)

Das bestehende Gipfelkreuz auf dem Bristen. (Bild: PD)

Die beiden Umweltverbände Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) und mountain wilderness erheben Einsprache gegen den geplanten Bau eines 3,45 Meter hohen und 1,55 Meter breiten Gipfelkreuzes auf dem Bristen. Der markante Berg im Kanton Uri liegt in einem national geschützten BLN-Objekt (Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung). In BLN-Gebieten sind nur bei übergeordnetem und nationalem Interesse Veränderungen des Landschaftsbildes zulässig, heisst es in einer gemeinsamen Medienmitteilung der beiden Umweltverbände. Bauen will das Kreuz der in Altdorf wohnhafte Architekt Werner Furger.

Auf dem Bristen steht bereits ein steinernes Bergkreuz, das nach Ansicht der Umweltverbände sehr gut in die Landschaft und zur Naturgestalt des Bristen passt. Aus Sicht des Landschaftsschutzes ist die heutige, naturnahe Situation einem neuen, grossen Metallkreuz klar vorzuziehen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Bereits 2008 wehrte sich die SL mit einer Beschwerde an den Urner Regierungsrat erfolgreich gegen ein überdimensioniertes Gipfelkreuz. Der Regierungsrat hiess die Beschwerde gut und lehnte das Bauvorhaben ab.  Mit der erneuten Einsprache wehren sich die beiden Organisationen gegen die zunehmende Möblierung von Berggipfeln und setzen sich für die urtümliche und geschützte Gebirgslandschaft ein.

pd/zim