Erneut fahren mehr Autos auf Urner Strassen

Der Bestand der Fahrzeuge hat um 1,3 Prozent zugenommen. Pro tausend Einwohner sind es inzwischen 554 Autos.

Markus Zwyssig
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Der Platz auf den Urner Strassen wird immer knapper.

Der Platz auf den Urner Strassen wird immer knapper.

Bild: Urs Hanhart

Im Kanton Uri nimmt die Zahl der Autos laufend zu. Im Jahr 2000 betrug der Motorisierungsgrad – die Anzahl Personenwagen pro 1000 Einwohner – noch bei 458 Fahrzeugen. Im Vergleich dazu war der Motorisierungsgrad in der Schweiz damals mit 492 Fahrzeugen noch deutlich höher. Heute liegt der Motorisierungsgrad in der Schweiz bei 541 Personenwagen pro 1000 Einwohner. Der Kanton Uri ist mit 554 Fahrzeugen nun über dem Schnitt.

Die Bevölkerungszahl hat sich in dieser Zeit im Bergkanton wenig verändert. «In Uri leben aber immer weniger Menschen im selben Haushalt. Das führt dazu, dass mehr Urner ein eigenes Auto haben», sagte Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti am Donnerstag vor den Medien zur Jahresstatistik 2019 des Amts für Strassen- und Schiffsverkehr.

Gestiegen ist auch die Zahl der elektronisch angetriebenen Fahrzeuge, und zwar von 43 auf 57. Die Statistik datiert von Ende September 2019. Wie Amtsvorsteher Toni Epp erfreut feststellte, sind es heute sogar 69 Fahrzeuge. Die Zahl der Motorfahrräder ist von 1026 auf 1109 gestiegen. «Das ist vor allem auf die Zahl der schnellen E-Bikes, die eine Nummer brauchen, zurückzuführen», erklärte Epp.

Die Zahl der Beanstandungen bei Fahrzeugprüfungen ging leicht zurück. Im vergangenen Jahr wurden 9419 Fahrzeuge geprüft. Im Jahr zuvor waren es 9454 Fahrzeuge. Davon mussten 2816 beanstandet werden, 29,9 Prozent der Fahrzeuge wiesen Mängel auf. Im Jahr 2018 waren es 3087 Fahrzeuge, 32,6 Prozent der Fahrzeuge hatten damals Mängel.

Von insgesamt 811 absolvierten praktischen Autoprüfungen wurden deren 615 erfolgreich abgelegt. Die Erfolgsquote liegt bei 75,8 Prozent. Im Vorjahr wurden 832 praktische Prüfungen absolviert, davon wurden 637 bestanden, die Erfolgsquote lag bei 76,6 Prozent.

Mehr Fahrverbote für ausländische Lenker

Die Zahl der gesamthaft verfügten Administrativmassnahmen hat gegenüber dem Vorjahr um 32 Fälle oder 4,6 Prozent zugenommen. Stark angestiegen ist insbesondere die Zahl der ausländischen Fahrzeuglenker, die sich wegen einer schweren Widerhandlung im Kanton Uri zu verantworten hatten und mit einem Fahrverbot für die Schweiz belegt werden mussten. Die Hauptgründe für den Entzug des Führerausweises sind das Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit, Alkohol am Steuer sowie das Missachten des Vortritts. Die meisten Verwarnungen mussten wegen Überschreitens der Höchstgeschwindigkeit ausgesprochen werden.

Für 93240 Franken Wunschschilder verkauft

Die Nachfrage für spezielle Nummernschilder ist nach wie vor vorhanden. Sie ist sogar angestiegen. So verkaufte man im vergangenen Jahr beim Amt für Strassen und Schiffsverkehr Wunschkontrollschilder für Personenwagen beziehungsweise für Motorräder im Gesamtwert von 93240 Franken. 2018 hatten die Einnahmen von Wunschkontrollschildern 87200 Franken betragen.

Digitalisierung hilft, effizienter zu werden

Beim Amt für Strassen- und Schiffsverkehr ist der Personalbestand seit 2014 gleich geblieben. «Vor allem dank der Digitalisierung sind wir effizienter geworden», sagte Amtsvorsteher Toni Epp, «wir konnten dadurch mehr Arbeiten bewältigen.» Dank einem kleineren Umbau konnte die Raumsituation optimiert werden.

Wiederum erschienen ist das Verzeichnis der Urner Fahrzeughalter. «Das ist dank unserer rund 30000 Nummernschilder noch in einer handlichen Form möglich», erklärte Epp. Zudem können die Autokennzeichen wie auch in anderen Kantonen übers Internet oder per App auf dem Handy abgefragt werden.

Hinweis: Das Amt für Strassen- und Schiffsverkehr veröffentlicht laufend Neuigkeiten (unter Publikationen) im Internet. Formulare und die Jahresstatistik können unter www.ur.ch/assv abgerufen werden.