Wieder Rauch aus Altdorfer Biokraftwerk

Kurz vor 10 Uhr ereignete sich heute in der Brandruine des Biomassekraftwerks der Green Power Uri AG in Altdorf ein Schwelbrand. In der ehemaligen Annahmehalle war ein Haufen mit Biomaterial in Brand geraten. Die Stützpunktfeuerwehr Altdorf musste aufgeboten werden.

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Bild der Zerstörung: Die Anlieferungshalle des Biokraftwerks Green Power Uri AG am Tag nach dem Brand vom 3. November. (Bild: PD)

Bild der Zerstörung: Die Anlieferungshalle des Biokraftwerks Green Power Uri AG am Tag nach dem Brand vom 3. November. (Bild: PD)

Wie die Green Power Uri AG meldete, sei die enorme Wärme innerhalb des Haufens der Grund für die Brandursache. Weiter teilte das Unternehmen mit, das folgende Umstände vermutlich zur Selbstentzündung des Biomaterialhaufens führten:

- Durch den Brand im Biomassekraftwerk vor drei Wochen wurde der Biomassehaufen intensiv aufgeheizt.
- Da die Brandruine in den vergangenen Wochen nicht zugänglich war, konnte das Material nicht regelmässig umgeschichtet werden.
- Weil sich eine dicke Ascheschicht auf dem Haufen angesammelt hatte, wurde dieser nicht mehr richtig durchlüftet.

Alle diese Gründe führten schliesslich zu einer Überhitzung innerhalb des Haufens. Die Stützpunktfeuerwehr Altdorf musste aufgeboten werden. Unter normalen Umständen wäre eine solche Selbstentzündung nicht möglich gewesen, berichtet die Green Power Uri AG.

Um eine weitere Selbstentzündung auszuschliessen, wurde nun das Biomaterial (Grüngut, Stauden etc.) mit einer schweren Baumaschine verteilt und gekühlt. Damit könne eine neuerliche Überhitzung des Biomaterials ausgeschlossen werden.

Die Verantwortlichen der Green Power Uri AG bedauern, den erneuten Zwischenfall. Vor 3 Wochen fing das Biokraftwerk erstmals Feuer und erlitt Totalschaden.

Das Biomassekraftwerk der Green Power Uri AG hat 2009 seinen Betrieb aufgenommen und produzierte seither aus Grüngut und Speiseresten jährlich Strom für rund 150 Haushalte.

pd/cin