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Wiesn-Gaudi auf dem Winkel-Areal in Altdorf ist programmiert

Dirndl und Lederhosen dominieren am Samstag in Altdorf. Rund 6000 Liter Bier dürften wieder über die Theke gehen.
Philipp Zurfluh
«Es is a Mordsgaudi» – wie hier beim Münchner Oktoberfest wird auch am Samstag in Altdorf die Stimmung überborden. (Bild: Alexandra Beier / Getty, 22.September 2018)

«Es is a Mordsgaudi» – wie hier beim Münchner Oktoberfest wird auch am Samstag in Altdorf die Stimmung überborden. (Bild: Alexandra Beier / Getty, 22.September 2018)

Das Oktoberfest in München zieht Jahr für Jahr Millionen von Besuchern in seinen Bann. Die erste Wiesn wurde 1810 ausgetragen. Etwas weniger verankert ist das «Ürner Oktoberfest». Es findet zum siebten Mal statt und wir vom Urner Unihockeyclub Floorball Uri organisiert. Trotzdem werden am kommenden Samstag wohl rund 6000 Liter Gerstensaft der Kleinbrauerei Stiär Biär auf dem Winkel-Areal ausgeschenkt.

Im Vorfeld der diesjährigen Veranstaltung waren die Verantwortlichen aussergewöhnlich stark gefordert. Der Grund: In der Nacht auf den 5. September 2018 brannte die Werk- und Sporthalle Baldini bis auf die Grundmauern nieder. Betroffen war auch Floorball Uri. «Sämtliches Dekorationsmaterial, das wir in einem Raum gelagert hatten, wurde zerstört», erklärt OK-Präsident Christian Gisler. Das Ereignis passierte nur drei Tage nach dem Oktoberfest. Auch neue Werkzeuge mussten beschafft werden. «Wir mussten uns nach neuen Lagerungsmöglichkeiten umsehen und hatten einen grossen finanziellen und personellen Mehraufwand», sagt der 32-Jährige. Nun müssen laut OK-Präsident noch einige Feinabstimmungen getätigt werden. Des Weiteren sei auch immer die Absprache mit den Blaulichtorganisationen, den Samaritern und dem Sicherheitsdienst von Wichtigkeit.

Freundschaften zu anderen Vereinen werden gepflegt

Der Hype rund um das Oktoberfest ist seit der ersten Austragung ungebrochen. Der Besucherandrang wird immer grösser. Vergangenes Jahr waren über 2000 Besucher von 13 bis 3 Uhr morgens auf dem Winkel-Areal gewesen. «Obwohl wir Wetterpech hatten, war das Festzelt nach 20 Minuten gefüllt», sagt der OK-Präsident. Floorball pflegt Freundschaften zu vielen Vereinen inner- und ausserhalb des Kantons Uri. «Wir haben uns einen Namen gemacht, der Event hat sich etabliert», so der OK-Präsident.

Bei einem solchen Grossanlass ist es unumgänglich, dass der Lärmpegel um einiges höher ist als üblich. «Ganz ohne Lärmbeeinträchtigungen wird es nicht gehen. Wir haben aber die Anwohner wie immer informiert und hoffen auf Verständnis.» Das OK nehme Rückmeldungen von Anwohnern sehr ernst. Dennoch: «Ein solches Fest soll im Altdorfer Dorfleben Platz haben», meint Christian Gisler. Einen gewissen Dezibelwert darf das OK nicht überschreiten. Schluss mit der Musik ist im Festzelt um 24 Uhr. Wer immer noch nicht genug hat, kann sich im Winkelgebäude bis um 3 Uhr beschallen lassen.

Feierwütige kommen auf ihre Kosten

(pz) Das Festprogramm ist auch dieses Jahr wieder vollbepackt: Es gibt ein Frühschoppen und ein Oktoberfest-Mittagessen im Restaurant Tellenbräu und Hotel Höfli. Bereits um 13 Uhr wird auf dem Winkel-Areal den Besuchern Einlass gewährt. Die Seedorfer Blaskapelle begleitet den Wiesn-Einzug. Um 14 Uhr geht dann der Fassanstich über die Bühne. Diesmal konnte mit dem «Eidgenossen» Andi Imhof der erfolgreichste Urner Schwinger gewonnen werden. An Imhofs Seite steht die Urner Regierungsrätin und Ständeratskandidatin Heidi Z’graggen.

Ab 15.30 Uhr sorgt die Formation 20 Uhr Tagesschau für Stimmung. Ab 19 Uhr geben die Bergvagabunden aus Bayern bis Mitternacht Vollgas und heizen den Feier- und Trinkwütigen ein. Im Winkelgebäude wird DJ Speidy bis morgen um 3 Uhr mit heissen Beats die nimmermüden Partygäste unterhalten.

Einlass ist ab 18 Jahren. Ein Vorverkauf wird nicht durchgeführt. Tischreservationen sind nur für Sponsoren möglich. Der Eintritt kostet bis 15 Uhr 5 Franken. Danach bezahlt man 9 Franken. Am Fest können die Besucher Direktpreise gewinnen.

200 Helfer sorgen dafür, dass der Durst gestillt ist

Das Einlassverfahren wurde letztes Jahr angepasst und es kam zu keinen langen Wartezeiten. In diesem Jahr wird zudem auf Instagram und auf Facebook laufend über allfällige Wartezeiten informiert. Beim diesjährigen Fest gibt es zwei neue Biere zu degustieren – «Äs Panasch» und «Äs hells».

Damit überhaupt ein Anlass in dieser Dimension durchgeführt werden kann, braucht es unzählige Helfer. Dieses Jahr sind laut Christian Gisler rund 200 Helfer im Einsatz. Die meisten sind im Unihockeyverein aktiv. Doch mit Mitgliedern alleine kann das «Ürner Oktoberfest» nicht auf die Beine gestellt werden und so werden Freunde und Familienmitglieder gefragt, um mitzuhelfen. Die Vorfreude auf Samstag ist beim OK-Chef gross: «Besonders gespannt bin ich auf die Bergvagabunden aus Bayern.» Die Formationen hat sich in Deutschland an diversen Oktoberfesten einen Namen gemacht und hat sich in der Szene etabliert.

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