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Wilde Römer saufen, schnupfen, brüllen

Die verkrachten Zuckerbohnen nehmen ihre Rolle als Römische Legion MMXI am Güdelmontag ernst. Am Fasnachtsumzug in Altdorf mimen sie das Leben im Römischen Reich mit Leidenschaft.
Affen am Altdorfer Umzug. (Bild: Urs Hanhart/Neue UZ)

Affen am Altdorfer Umzug. (Bild: Urs Hanhart/Neue UZ)

Da gibt es Cäsar, der von zwei schwarzen Sklaven in seinem Streitwagen herumgezogen wird. Und ein Heerführer kommandiert seine Soldaten schreiend und mit den Händen fuchtelnd herum. Mit dabei: Ein riesiges Katapult, das glücklicherweise keine Steine, sondern massenweise Konfetti in die Zuschauerränge befördert. Da, wo die Römer auftauchen, ist etwas los. Sie formatieren sich immer wieder neu und ernten für ihre humorvollen Showeinlagen viel Applaus.

Bild: Urs Hanhart/Neue UZBild: Urs Hanhart/Neue UZ
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Bild: Andrea Schelbert/Neue UZBild: Andrea Schelbert/Neue UZ
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Umzug in Altdorf

18 Stunden für einen Helm

Die Mitglieder der Zuckerbohnen – grösstenteils frühere Jungwachtleiter – haben aber nicht nur Humor. Sie verfügen auch über viel Fantasie und eine gehörige Menge Durchhaltevermögen. Letzteres war nötig, um die Requisiten und Kostüme anzufertigen. Dafür benötigten sie vier Monate. «Nie zuvor haben wir so lange an einem Outfit gebastelt», gesteht Mitglied Walter Gerber. Für einen Helm wurden 18 Stunden und für einen Schild 10 Stunden benötigt. Eine ganze Woche haben die Fasnächtler in den Bau ihres Wagens investiert. «Wir haben den Aufwand unterschätzt», gesteht Gerber. Es sei vermutlich das erste aber auch letzte Mal, dass man so viel Zeit investiert habe.

Wem es an der Fasnacht zu langweilig ist, der ist bei den Zuckerbohnen an der richtigen Adresse. Die bodenständigen Urner sind für viele Spässchen und witzige Diskussionen zu haben. So etwa unterhalten sich einige vor Umzugsbeginn darüber, welches Geräusch eine Giraffe mache. Das Thema kommt zur Sprache, weil einer der Fasnächtler nicht weiss, was er seinem Kind jeweils sagen soll, wenn er mit ihm ein Buch mit Tieren anschaut. Welche Töne Schweine, Hunde, Esel oder Löwen machten, sei klar. Aber eine Giraffe? Keiner kann dem Fasnächtler weiterhelfen. Dann aber taucht Walter Gerber plötzlich mit zwei Flaschen Appenzeller auf. Seine Kollegen beginnen ihm zu gratulieren. Ein Mitglied klärt auf: Immer, wenn einer heiratet oder Nachwuchs bekommt, stösst man mit Appenzeller auf das freudige Ereignis an. Ebenfalls ist zu erfahren, dass die Frau eines «Römers» hochschwanger sei. Dieser nimmt es gelassen, sagt, er habe an der Fasnacht schon mehrere «Probealarme» geübt.

Widerspenstig, aber sympathisch

Die zwei «Motivationskisten» (Kartonschachteln) mit dem «Beruhigungswasser» (je sechs Flaschen Chardonnay) werden immer leichter. Der Weisswein fliesst und die Römer strahlen. In wenigen Minuten wird der Umzug starten. Die strammen Männer üben lautstark einige Formationen. Cäsar beobachtet, nimmt einen kräftigen Schluck Weisswein. Dann gehts los: Die Römer mit der Umzugsnummer 4 kommen regelrecht in Fahrt. An Ausdauer wird es den widerspenstigen, aber doch so sympathischen Soldaten bestimmt nicht fehlen: Sie haben schon in 25 Stunden den Vierwaldstättersee umrundet. Zu Fuss und ohne Schlaf.

Andrea Schelbert / Neue UZ

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