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WILDTIERE: Urner Regierung will vorerst keine Luchse abschiessen

In Uri sollen die Luchse vorerst nicht dezimiert werden. Der Regierungsrat lehnt eine parlamentarische Empfehlung ab.
Luchse wie dieser sollen vorerst nicht abgeschossen werden. (Bild: Neue NZ (Archiv))

Luchse wie dieser sollen vorerst nicht abgeschossen werden. (Bild: Neue NZ (Archiv))

Die vorhandenen Daten im Kanton Uri zur Luchsdichte und zum Wildeinfluss auf die Waldverjüngung sind zwei respektive fünf Jahre alt. Die Resultate bewegten sich an der Grenze, ab denen ein Abschussgesuch überhaupt in Betracht gezogen werden könne, hält die Urner Regierung in ihrer am Freitag publizierten Antwort auf einen Vorstoss von Alois Zurfluh (CVP) fest.

Ein Gesuch könne weder den Nachbarkantonen noch dem Bund glaubhaft kommuniziert werden, schreib die Regierung weiter. Sie will darum bis 2017 aktuelle Daten auf einem grösseren Gebiet im Kanton mit mehr Fotofallen erheben. Der Regierungsrat sei aber grundsätzlich bereit, regulierend in den Luchsbestand einzugreifen, sofern die Bedingungen erfüllt seien.

Die letzte Auswertung im Winter 2013/14 ergab für Uri eine Luchsdichte von 1,54 selbständigen Tieren pro 100 Quadratkilometern. Drei Jahre vorher lag die Zahl bei 1,73 Luchsen. Ein Abschuss ist unter anderem erst möglich, wenn eine Dichte von mindestens 1,5 Luchsen festgestellt wurde.

Neben dem Luchsbestand will die Urner Regierung auch neue Daten zum Wildeinfluss auf die Waldverjüngung untersuchen, wie sie schreibt. Die letzte Erhebung hierzu fand 2011 statt. Diese kam zum Schluss, dass sich wichtige Baumarten aufgrund des Wildbestands nicht genügend verjüngen können. Luchse haben dabei einen Einfluss auf den Bestand von Gämsen und Rehen. (sda)

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