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Flüeler «Wilhelm Tell» ist bald startklar

In wenigen Wochen sollen auf dem Urnersee wieder Rundfahrten mit dem Motorschiff Wilhelm Tell angeboten werden. Die im Januar 2018 gegründete Schifffahrt Urnersee AG hat damit ein erstes grosses Ziel erreicht.
Bruno Arnold
Matthias Steinegger beim Besuch auf der «Baustelle Wilhelm Tell». (Bild: Bruno Arnold (Flüelen, 30. Mai 2018))

Matthias Steinegger beim Besuch auf der «Baustelle Wilhelm Tell». (Bild: Bruno Arnold (Flüelen, 30. Mai 2018))

Noch befindet sich das 65-jährige Motorschiff Wilhelm Tell, das der Schifffahrt Urnersee AG gehört und 60 Personen Platz bietet, auf dem Areal der Flüeler Arnold & Co. AG («Kompanyy»). Dort wird zurzeit emsig geschraubt, gebohrt, gehämmert, gespachtelt, gemalt, verkabelt et cetera. Malerin Lisi Gisler, Elek­triker Marco Baumann, Metallbauer Erwin Gisler und Schreiner Kurt Ziegler sind mit Abschlussarbeiten im Innenraum und im offenen Heckbereich des «Wilhelm Tell» beschäftigt.

«Bis am 12. Juni muss schon noch etwas gehen», sagt Matthias Steinegger, Verwaltungsratspräsident der Schifffahrt Urnersee AG und Betriebsleiter der Arnold & Co. AG. «Dann findet nämlich die technische Abnahme des Schiffs statt.»

Gruppen sind das Zielpublikum der AG

Ab dem 1. Juli sollen von Flüelen aus Rundfahrten mit dem «Tell» angeboten werden. Als Zielpublikum sieht Steinegger vor allem Touristen, Hochzeitsgesellschaften, Jahrgängertreffen, Schulen, Firmen et cetera. Anlegeplätze stehen in Flüelen und Brunnen zur Verfügung.

Die Ende Januar gegründete Schifffahrt Urnersee AG hat die Motorschiffe Wilhelm Tell und Flüelen vom Flüeler Ferdi Kaufmann erworben, zum Heimathafen der «Kompanyy» am Seeufer geschleppt und dort mit einem 250-Tonnen-Spezialkran aus dem See gehievt. Die Schiffschale wurde mittlerweile grossflächig saniert, das Innere total ausgehöhlt und neu ausgestattet, die nautischen Elemente sind auf den neusten Stand der Technik gebracht worden.

«Der Zeitplan war ehrgeizig, nicht alle haben daran geglaubt, dass es uns gelingen wird, den ‹Tell› in nur einem knappen halben Jahr auf Vordermann zu bringen», sagt Steinegger. Die Arbeiten sind einerseits von «Kompanyy»-Mitarbeitern ausgeführt worden. Anderseits konnten Urner KMU, aber auch Spezialfirmen Aufträge ausführen.

Bezüglich Personal gibt es kaum Probleme. Es haben sich mehrere Schiffführer gemeldet, die den notwendigen Ausweis der Kategorie B 1 bereits besitzen und gerne für das neue Unternehmen arbeiten möchten, unter ihnen auch ehemalige Kapitäne der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee (SGV). Zudem absolvieren sieben Personen zurzeit die B1-Ausbildung. Auch für den Matrosen-Job zur Unterstützung der Schiffführer hat es genügend Interessierte. «Unser Ziel ist es, bei allen Fahrten mindestens eine Begleitperson an Bord zu haben», erklärt Steinegger.

Ganzen Kanton Uri vermarkten

Nach Möglichkeit soll die Besatzung des Schiffs unterwegs auch Fragen der Gäste zu geografischen, kulturellen und historischen Themen beantworten. Eine Besonderheit werden die Leinwandpräsentationen an Bord des MS Wilhelm Tell darstellen. «Wir wollen den Gästen nicht nur den See, sondern auch weitere lohnenswerte touristische Destinationen in Uri zeigen, von Seelisberg bis hinauf zum Gotthardpass.» Dafür soll einerseits in Fotoarchiven gestöbert werden, es werden aber auch aktuelle Aufnahmen gezeigt.

«Unser neues Unternehmen sieht sich nicht als Konkurrenz zu den fahrplanmässig verkehrenden Kursschiffen der SGV», betont Steinegger. «Wir wollen ganz einfach den Tourismus auf dem Urnersee ankurbeln. Das heisst: Wir möchten ein zusätzliches Angebot ermöglichen, den Fahrplan und die Halteorte auf die Wünsche der Gäste zuschneiden und schliesslich unseren Lebensraum besser vermarkten.» Die Wiederbelebung des Rundfahrtenangebots sei so etwas wie die Initialzündung, um diese Ziele zu erreichen.»

«Flüelen» soll 2019 vom Stapel laufen

Mit der Aufnahme des Rundfahrtenangebots ist erst eines der grossen Ziele der AG erreicht. «Im Herbst wollen wir den gemeindeeigenen Anlegeplatz an der Quaianlage in Flüelen sanieren respektive teilweise neu erstellen. Und im Frühjahr 2019 ist die Wiederinbetriebnahme des 1959 vom Stapel gelaufenen MS Flüelen geplant», blickt Steinegger in die Zukunft. Das 20 Tonnen schwere MS Flüelen wird über 50 Plätze verfügen. Für die Sanierung der beiden Schiffe rechnet die Schifffahrt Urnersee AG mit Gesamtkosten von rund 250000 Franken.

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