Ringen: Willisau gewinnt klar gegen Schattdorf

Die Schattdorfer Ringer hatten gegen die Willisauer wenig auszurichten. Der nächste Kampf findet am kommenden Samstag statt.

Caroline Christen
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Benjamin Gander nach seinem 1. Sieg in der NLA. (Bild: Regula Epp)

Benjamin Gander nach seinem 1. Sieg in der NLA. (Bild: Regula Epp)

Gegen die Luzerner Löwen zeigten die Urner Stiere zwar spannende Einzelduelle, gegen den Tabellenführenden hatten sie allerdings nicht viel auszurichten. Das Endresultat von 15:25 Punkten fiel klar zu Gunsten der Willisauer aus. Trotzdem wurden den 500 anwesenden Zuschauern spannende Mattenduelle geboten.

Erneut zeigte der junge Nachwuchs der Ringerriege Schattdorf (RRS), dass in Zukunft auf sie gezählt werden kann. Thomas Epp legte gleich von der ersten Sekunde an gegen Marc Kaufmann voll los, musste aber im Gegenzug auch zwei Punkte abgeben. Nach rund 2 Minuten Kampfzeit führte Epp bereits mit 18:2 Punkten, was zum vorzeitigen Kampfentscheid durch technische Überlegenheit führte.

Der Willisauer Samuel Scherrer hatte an Christoph Waser hart zu arbeiten. Dennoch füllte er sein Konto Punkt um Punkt weiter auf und beendete den Kampf bereits vor der Pause mit 16:0 Punkten und technischer Überlegenheit.

Simon Gerig bekam es mit Florian Meier zu tun. Gerig war eindeutig der erfahrenere Akteur und wusste dies geschickt auszuspielen. Fokussiert punktete sich Gerig zur 16:0 Führung. Diese toppte er jedoch sogleich noch mit der letzten Aktion durch einen Schultersieg.

Der Routinier Michael Jauch kämpfte gegen Dominik Bossert. Nach einer 1:0 Führung erwischte Bossert die bessere Position und vermochte gleich mit 9:1 Punkten an Jauch vorbeizuziehen. Wachgerüttelt, verkürzte Jauch danach mit jeder weiteren Aktion den Punktestand auf 8:9. Bossert schien immer mehr die Luft auszugehen und Jauch bewies seine Ausdauer. Souverän nutzte er jede Chance und konnte den Kampf noch drehen und mit 14:9 Punkten gewinnen.

Sven Gamma und Rasul Israpilov trugen den letzten Kampf vor der Pause aus. Es war lange ein Kampf auf Augenhöhe, bei welchem Gamma mit einer 1:0 Führung in die zweite Kampfhälfte ging. Danach drehte allerdings Israpilov auf und wendete das Blatt zum 4:1. Der kräftezehrende Kampf verlangte alles von den beiden Sportlern ab, doch der Willisauer behielt den Kampf in seinen Händen und gewann mit 7:1 Punkten.

Benjamin Gander holt 1. Sieg in der NLA

Trotz einem 12:9 Punkte Pausenstand, führten die Willisauer in der zweiten Kampfhälfte die feinere Klinge. Nach kurzer Zeit konnte Gergely Gyurits gegen Ramon Epp die ersten Punkte machen. Abgeklärt gab Gyurits den Kampf nicht mehr aus den Händen und gewann nach zwei Minuten mit technischer Überlegenheit (0:16).

Sven Epp traf auf Tobias Portmann. Der Willisauer machte den aktiveren Eindruck und machte mehr für das Kampfgeschehen. Nach einer 16:0 Führung konterte Portmann einen Angriffsversuch von Epp und sicherte sich dadurch den Schultersieg.

Ein Konter brachte Benjamin Gander gegen Florian Bernet in Führung. Durch eine Viererwertung zog der Luzerner Hinterländer kurze Zeit später am Urner vorbei. Mit 2:9 Punkten begann die zweite Kampfhälfte. Gander bewies starke Nerven und sicherte sich eine weitere Zweierwertung. In den entscheidenden Momenten war Gander hellwach und konnte zum 8:9 verkürzen, bevor er sogar 10:9 in Führung ging. Der junge Urner wusste den Aufwind und das Unbehagen von Bernet zu nutzen und sicherte sich einen 13:9 Punktesieg. Damit realisierte Gander seinen 1. Sieg in der NLA.

Der Start zwischen Renato Kempf und Michael Portmann harzte etwas, bis eine einzige Aktion nach 1,5 Minuten das Kampfende bedeutete. Kempf konnte sich nicht mehr aus seiner misslichen Lage retten und verlor durch eine Schulterniederlage.

Yannick Epp bewies einmal mal mehr gute Verteidigungsarbeit und machte Mirco Studer das Punkten schwer. Nur ganz knapp gelang es Epp nicht, selbst zu punkten, und so gelangte er mit 0:5 Punkten in Rückstand. Konzentriert und abgeklärt blieb Epp stets am Ball und konnte zum 1:7 verkürzen. Studer konnte den Kampf allerdings mit 9:1 Punkten für sich entscheiden.

Schnuppertraining findet am 16. November statt

Mit vier gewonnenen Kämpfen mussten sich die Urner Stiere in der «Höhle der Löwen» von Willisau mit 15:25 Punkten geschlagen geben. Das junge Team um Coach Richi Gisler zeigte eine gute Leistung und konnte dem Favoriten mehrmals Punkte abluchsen.

Am kommenden Samstag, 16. November, wird der Schweizer Meister Kriessern zum letzten Qualifikationskampf im Urnerland gastieren. Vorgängig findet zwischen 18 und 19 Uhr ein Schnuppertraining für Kinder zwischen 5 und 12 Jahren in der Grundmatte in Schattdorf statt.

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