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WINTERSPORT: Fehlender Schnee bedeutet finanzielle Nullrunde

Wegen zu wenig Schnee konnten die meisten Urner Skigebiete ihre Anlagen erst im Januar öffnen. Die aussergewöhnlich kurze Saison führt bei den Betreibern zu einer durchzogenen Bilanz.
Langlaufloipen in Andermatt. (Archivbild: UZ)

Langlaufloipen in Andermatt. (Archivbild: UZ)

Für die kleinen Urner Skigebiete ist eine kurze Saison zu Ende gegangen. In den ersten Wintermonaten November und Dezember war Schnee bis weit in die Höhe Mangelware. Einzig der Kinderskilift in Unterschächen öffnete bereits vor Silvester. Wie es im neuen Jahr aussah, bringt Bruno Imhof, Verwaltungsratspräsident der Biel-Kinzig AG, auf den Punkt: «Sehr guter Januar, akzeptabler Februar.» Die meisten Skigebiete stellten ihre Anlagen Anfang März wieder ein.

Die kürzeste Saison gab es auf dem Haldi. Vom 6. Januar bis am 12. Februar konnte der Skilift an gerade mal 20 Tagen genutzt werden. «Von den Betriebstagen her war das die zweitschlechteste Saison, die wir je hatten», sagt Werner Arnold, Betriebsleiter des Skilifts. Der Januar sei aber wegen des schönen Wetters erfolgreich gewesen. «Dank der kalten Temperaturen ist der wenige Schnee liegen geblieben», sagt Arnold. Für den Skiliftbetrieb auf dem Haldi auf 1200 Metern über Meer ist auch der Föhn ein Problem. «Dann ist der Schnee rasend schnell weg», so Arnold.

«Solche Winter verträgt es nicht ewig»

Auch die Eggberge sind dem Föhn stark ausgesetzt. Der Skiliftbetrieb musste während der Saison einige Male wieder eingestellt werden, unter anderem wegen des Windes. «Zum Teil hatten wir auch gute Pisten, aber dann hat es wieder reingeregnet», erzählt Pistenchef Otti Arnold. Gedauert hat die Saison 38 Tage – halb so lang wie vergangenes Jahr. Trotzdem gab es einen Rekord bei den Saisonkarten. «Für die Käufer war die kurze Saison natürlich ärgerlich.» Der Skilift auf dem Ratzi ist normalerweise jeden Tag für Ski-und Snowboardfahrer geöffnet, doch dieses Jahr wurde der Betrieb wegen fehlenden Schnees zwischendurch eingestellt. Die drittkürzeste Saison wurde verzeichnet. «Wir haben sehr viel Sonneneinstrahlung auf dem Ratzi. Das kann Fluch oder Segen sein», sagt Hans Herger, Verwaltungsratspräsident der Skiliftgenossenschaft Ratzi. Wenn bei der Schlussabrechnung eine schwarze Null resultiere, sei man zufrieden.

Für die Genossenschaft ist es eine Erleichterung, dass die Angestellten zu ihren anderen Arbeitsplätzen zurückkönnen, wenn es auf dem Ratzi keine Arbeit gibt. «Aber natürlich verträgt es solche Winter nicht ewig», sagt Herger. Im Urserntal zieht Urs Simmen, Betriebsleiter des Skilifts Realp, eine durchzogene Bilanz und rechnet eher mit einem Verlust.

Wie bereits im vergangenen Jahr wurde die Anlage auf 1500 Metern über Meer aussergewöhnlich spät eröffnet. Warme Temperaturen und Regen hätten auch während der Saison Anfang Januar bis Mitte April zu Unsicherheit geführt: «Wir wussten vielfach nicht, ob wir am nächsten Tag überhaupt noch fahren können», so Simmen.

Im Skigebiet helfen viele freiwillig mit

«Wahrscheinlich kommen wir gerade noch ohne Verlust weg», kommentiert Pirmin Bissig vom Skilift Gitschenen die kurze Saison. In Gitschenen helfen viele freiwillig mit. So fallen hohen Personalkosten weg, die das Budget belasten könnten. Bissig findet, trotz dieser sehr kurzen Saison gebe es keinen Grund, eine düstere Zukunft zu zeichnen.

Optimistisch, dass es wieder schneereiche Winter gibt, ist auch René Zurfluh, Betriebsleiter der Luftseilbahn auf dem Brüsti. «Der Dezember lief finanziell schlecht für uns, aber Januar bis Anfang März waren sehr gute Monate.» Eine Ausnahme bildet der Pinocchio-Skilift für Kinder in Unterschächen. Die Saison sei sehr erfolgreich gewesen, sagt Betriebsleiter Xaver Imhof. «Dank Kunstschnee konnte der Skilift ab dem 25. Dezember genutzt werden.» Die Schneekanone kam dieses Jahr zum ersten Mal zum Einsatz. Von den kleinen Skigebieten wird ebenfalls in Gitschenen künstlich beschneit. Die anderen Skigebiete verzichten auf Schneekanonen, weil sie keine Wasserressourcen anzapfen können oder der finanzielle Aufwand zu gross wäre.

Salome Infanger
salome.infanger@urnerzeitung.ch

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