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WINTERUNIVERSIADE 2021: Uri will 2022 zumindest auf dem Papier alles bereithaben

Die Biathlon-Wettkämpfe werden nicht in Realp, sondern auf der Lenzerheide ausgetragen. Für Regierungsrat Beat Jörg ist damit das Ende der Biathlonanlagen in Realp aber nicht besiegelt.
Bruno.arnold@urnerzeitung.ch
Die Urdenbahn faehrt in die Station auf dem Urdenfuerggli im Skibebiet Lenzerheide-Valbella ein, am Donnerstag, 13. Februar 2014, in Lenzerheide. Im Hintergrund ist die Station auf dem Hoernli im Skigebiet Arosa zu erkennen. Mit einer Doppel-Pendelbahn zwischen dem Urdenfuerggli und dem Hoernli werden die beiden Schneesportgebiete Lenzerheide und Arosa zusammengeschlossen. Durch die 1,7 Kilometer lange Verbindungsbahn mit neu 225 Pistenkilometern wird Lenzerheide-Arosa zum groessten zusammenhaengenden Skigebiet Graubuendens. Die Baukosten der Pendelbahn betragen rund 20 Millionen Franken. (KEYSTONE/Arno Balzarini) The Urdenbahn arrives at the station Urdenfuerggli in the ski resort Lenzerheide Valbella, Switzerland, February 13, 2014. Since January 2014 a double aerial tramway between the Urdenfuerggli and the Hoernli connects to two ski resorts of Lenzerheide and Arosa. (KEYSTONE/Arno Balzarini) (Bild: ARNO BALZARINI (KEYSTONE))

Die Urdenbahn faehrt in die Station auf dem Urdenfuerggli im Skibebiet Lenzerheide-Valbella ein, am Donnerstag, 13. Februar 2014, in Lenzerheide. Im Hintergrund ist die Station auf dem Hoernli im Skigebiet Arosa zu erkennen. Mit einer Doppel-Pendelbahn zwischen dem Urdenfuerggli und dem Hoernli werden die beiden Schneesportgebiete Lenzerheide und Arosa zusammengeschlossen. Durch die 1,7 Kilometer lange Verbindungsbahn mit neu 225 Pistenkilometern wird Lenzerheide-Arosa zum groessten zusammenhaengenden Skigebiet Graubuendens. Die Baukosten der Pendelbahn betragen rund 20 Millionen Franken. (KEYSTONE/Arno Balzarini) The Urdenbahn arrives at the station Urdenfuerggli in the ski resort Lenzerheide Valbella, Switzerland, February 13, 2014. Since January 2014 a double aerial tramway between the Urdenfuerggli and the Hoernli connects to two ski resorts of Lenzerheide and Arosa. (KEYSTONE/Arno Balzarini) (Bild: ARNO BALZARINI (KEYSTONE))

Im November 2015 hat der Urner Landrat einen Kredit von 500000 Franken für die Beteiligung des Kantons Uri an der Kandidatur für die Winteruniversiade 2021 gesprochen. Im März 2016 erhielt der Verein Winteruniversiade Luzern-Zentralschweiz 2021 vom Internationalen Hochschulverband den Zuschlag, den Grossanlass zu organisieren.

Die Zustimmung des Landrats war 2015 unter anderem an die Bedingung geknüpft worden, dass Uri Austragungsort für die Disziplin Biathlon oder die nordischen Skiwettkämpfe ist. Seit dieser Woche steht fest, dass die Biathlonwettkämpfe auf der Lenzerheide stattfinden und in der Wintersport­region Andermatt dafür sämtliche Langlaufwettbewerbe (siehe unsere Zeitung vom 30. Januar). Frieda Steffen (CVP, Andermatt) hat am Mittwoch im Landrat verschiedene Fragen zur Thematik Universiade und Biathlonanlage Realp gestellt. Unter anderem erkundigte sie sich nach den bisher getätigten Investitionen, aber auch nach der Zukunft der Biathlonanlagen in Realp.

Möglichst schnell ein lokales OK bilden

Wie der Vorsteher der Bildungs- und Kulturdirektion (BKD), Beat Jörg, festhielt, hat Uri vom bewilligten Kredit von 500000 Franken 2017 eine erste Tranche von 120000 Franken an den Trägerverein überwiesen. 2018 werden es 60000 Franken sein. Die weiteren Tranchen sind im Finanzplan 2017–2020 enthalten und werden jährlich budgetiert. «Was die Universiade-Wettkämpfe in Uri angeht, so wollen wir jetzt möglichst schnell ein lokales OK für die Nordisch-Wettkämpfe auf die Beine stellen», sagte Jörg.

Der Urner Sportminister äusserte sich auch zu Fragen rund um die Biathlonanlage in Realp. «Dort sind mit Blick auf die Winteruniversiade 2021 bisher keine Investitionen in den Bau von Infrastrukturen getätigt worden», hielt Jörg fest. Man habe aber Gespräche mit Pro Natura geführt sowie Planungen vorgenommen und Berechnungen angestellt. Die hiefür angefallenen Kosten in der Höhe von 6000 Franken seien vom Trägerverein übernommen worden. Im Verlaufe der Planungsarbeiten habe sich gezeigt, dass ein Ausbau in Realp bedeutend teurer würde als ursprünglich angenommen und dass temporäre Anlagen fast so viel kosten würden wie fixe Installationen. «In Realp müssten wir Investitionen von rund 2 bis 4 Millionen tätigen», sagte der zuständige Regierungsrat. Auf der Lenzerheide gebe es hingegen bereits eine erstklassige Biathlonarena. Der Entscheid pro Lenzerheide sei somit allein schon aus finanziellen Gründen nachvollziehbar.

Nachfolgeregelung wird angegangen

Jörg äusserte sich auch zur Zukunft des Armeesportstützpunkts Andermatt. Mitte 2017 hat die Urner Regierung auf eine Kleine Anfrage festgehalten, dass der aktuell vom Bundesamt für Sport betriebene Stützpunkt nach der Winteruniversiade 2021 durch eine neue Trägerschaft übernommen werden müsse. «Falls bis zu diesem Zeitpunkt keine Trägerschaft gefunden werden kann, wird er geschlossen», hiess es damals. Am Mittwoch betonte Jörg: «Wir werden den kooperativen Verhandlungsprozess, den wir mit Pro Natura eingeleitet haben, unabhängig von der Universiade weiterführen, damit wir für die Zeit nach 2021 möglichst schnell zumindest einmal auf dem Papier alles bereithaben.»

Die Akteure, mit denen die BKD die Bildung einer neuen Trägerschaft aufgleisen möchte, treffen sich unter der Leitung von Beat Jörg in wenigen Wochen zur Startsitzung in Andermatt.

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch

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