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WIRTSCHAFT: «Auch ein Standort New York ist denkbar»

Die Designagentur Herger Imholz mit Hauptsitz an der Altdorfer Höfligasse heisst neu HI Schweiz AG. Mit dem Namenwechsel verbindet die Firma auch den Aufbau eines neuen Standbeins.
Markus Zwyssig
Die HI-Führungscrew von links: Beat Schuler (CFO), Yves Herger (Inhaber und Creative Director), Mathias Bamert (CEO) und Philipp Michel (Art Director, Leiter HI Luzern). (Bild: F. X. Brun (Altdorf, 21. Dezember 2016))

Die HI-Führungscrew von links: Beat Schuler (CFO), Yves Herger (Inhaber und Creative Director), Mathias Bamert (CEO) und Philipp Michel (Art Director, Leiter HI Luzern). (Bild: F. X. Brun (Altdorf, 21. Dezember 2016))

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

Die Firma Herger Imholz mit Hauptsitz in Altdorf und einem Satelliten in Zürich wurde zu HI Schweiz umbenannt und expandiert nach Luzern. Yves Herger, Inhaber und Creative Director, sowie CEO Mathias Bamert sagen, weshalb das Unternehmen diesen Schritt wagt.

Hat es in Uri zu viele Werbebüros, dass Sie nun die Kundschaft ausserhalb des Kantons suchen müssen?

Yves Herger: Wir fühlen uns mit Uri und mit den hier gelebten Werten nach wie vor verbunden. Vor einigen Jahren haben wir den Schritt nach Zürich gemacht, weil unsere Firma immer mehr Kunden ausserhalb des Kantons betreut. Der Aufbau eines neuen Standorts in Luzern ist die logische Konsequenz dieser Entwicklung.

Geht es in diesem Tempo weiter, eröffnen Sie wohl bald einen weiteren Standort. Wo wird das sein?

Herger: Wo wir als nächstes ein neues Standbein aufbauen werden, ist noch nicht bekannt. Sicher ist aber, es werden weitere Standorte dazukommen. Wir ziehen keine Grenzen – weder in Uri noch in der Schweiz. Auch ein Standort in Hamburg oder New York ist denkbar.

Wie lange bleiben Sie dem Kanton Uri noch treu?

Herger: Der Kanton Uri wird unsere sichere Basis bleiben. Und: Erfahrungen, die wir ausserhalb des Kantons machen, wollen wir den Urnern weitergeben, damit sie diese auch nutzen können. Die nötige Ruhe und Inspiration finden wir in Altdorf. Die Dynamik von Zürich und Luzern brauchen wir aber ebenfalls. Es ist für uns wichtig, dass wir die verschiedenen Einflüsse von Stadt und Land miteinander vereinen können.

Wird die Firma durch den neuen Standort Luzern auch personell wachsen?

Herger: Unsere Firma zählt momentan zwölf Mitarbeiter. Es ist unser Ziel, das Unternehmen auszubauen. Das darf aber nicht um jeden Preis geschehen. Das Ergebnis ist am besten, wenn wir alle kreativen Köpfe gemeinsam in einem Büro haben. Wir sind viel leistungsfähiger im Team. Dann müssen wir aber auch wieder ausschwärmen und die Kunden vor Ort besuchen.

Wenn Altdorf Ihre Basis bleibt, werden Urner bei einer Stellenbesetzung bevorzugt?

Mathias Bamert: Wir besetzen unsere Stellen nicht in erster Linie nach geografischen Kriterien, sondern nach Fähigkeiten. Natürlich freuen wir uns auf Talente jeden Alters aus dem Kanton Uri. Wir wissen natürlich genau, dass es vor allem der Nachwuchs sehr schwer hat, hier eine Ausbildung zu machen.

Wie viele Lehrstellen bieten Sie an?

Bamert: Wir haben zwei Lehrlinge im grafischen Bereich und einen KV-Lehrling. Das ist ein hoher Anteil bei zwölf Mitarbeitern. Aber jung bleiben ist für unsere Firma wichtig. Wir müssen den Jungen zuhören, denn sie setzen heute die Trends von morgen, vor allem im digitalen Bereich.

Die Digitalisierung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Welchen Stellenwert hat das Gedruckte überhaupt noch?

Bamert: Das Gedruckte hat für uns nach wie vor einen sehr grossen Stellenwert. Es ist aber schon so: Wir werden digitaler. Wir nutzen bewusst alle Bereiche, wenn wir eine Marke aufbauen und betreuen.

Herger Imholz heisst neu HI Schweiz AG. Verlieren Sie mit dem Namenswechsel nicht an Eigenständigkeit?

Bamert: Klar, wenn wir die Namen streichen, verlieren wir ein gewisses Mass an Identität. Die neue Bezeichnung HI Schweiz AG soll es aber auf den Punkt bringen. Auf der einen Seite gewinnt man Neutralität. HI ist Schärfung und Konzentration.

Herger: Die Digitalisierung führt auch zu einer Reizüberflutung. Da wirken wir mit der Bezeichnung HI Schweiz AG entgegen. Es ist eine selbstbewusste Grösse, ja auch eine Vision.

Bamert: Ich möchte noch ein Beispiel für unseren Wandel erwähnen: Den Zusatz Werbeagentur haben wir schon vor einem Jahr bewusst aus unserem Namen gestrichen. Wir sind nicht eine klassische Werbeagentur.

Was heisst das konkret?

Herger: Wir haben uns der Markenwelt verschrieben. Werbung ist eine Komponente davon. Wir machen nicht nur einfach eine Kampagne und dann ist es vorbei. Vielmehr setzen wir auf Nachhaltigkeit und überlassen es dem Kunden, wie weit er mit seiner Marke gehen will.

Hinweis

Mehr Infos zur Designagentur gibt es unter www.hi-schweiz.ch

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