Agrar-Initiativen: Wirtschaft Uri sagt zweimal Nein

Die Geschäftsleitung von Wirtschaft Uri fasst zu beiden Agrar-Initiativen die Nein-Parole. Zur Velo-Initiative, über die ebenfalls am 23. September abgestimmt wird, äussert sich der Verband nicht.

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Die Geschäftsleitung von Wirtschaft Uri hat die Nein-Parole zu den Agrar-Initiativen beschlossen, über die am 23. September abgestimmt wird. Diese hätten negative Auswirkungen auf die Urner Wirtschaft.

Beide Initiativen verfolgen ähnliche Ziele, verlangen einen Kurswechsel in der Agrarpolitik und führen zu einer Marktabschottung und einer mühseligen Bürokratie, schreibt Wirtschaft Uri in einer Mitteilung. René Röthlisberger, Präsident von Wirtschaft Uri, meint dazu: «Beim Thema ‹Fair-Food› würden die hiesigen Bauern ihren Marktvorteil der hohen Standards in Ökologie und Tierschutz verlieren. Verlieren würden auch die Konsumentinnen und Konsumenten, indem sie höhere Preise zu zahlen haben.»

Velo-Initiative sei nicht relevant für das Gewerbe

Die Folgen der Initiativen wären einschneidend für die Schweiz, schreibt Wirtschaft Uri weiter. Ein ausufernder Kontrollapparat des Staates und steigende Lebensmittelpreise wären das Ergebnis dieser schädlichen Initiativen. Bereits heute würden Schweizerinnen und Schweizer im Schnitt 70 Prozent mehr für ihre Lebensmittel zahlen als in der EU. Auch den zusätzlichen bürokratischen Aufwand erachtet Wirtschaft Uri als Kritikpunkt der beiden Agrar-Initiativen.

Nicht geäussert hat sich Wirtschaft Uri zur Velo-Initiative, da dieses Geschäft nicht relevant für das Gewerbe sei. (red)