Wirtschaft Uri zur Axen-Sperrung: «Eine solche Unsicherheit ist katastrophal»

Wirtschaft Uri fordert ein zügiges Vorantreiben der vom Bund geplanten Ausbauschritte. Der Dachverband wirft den «Axenverhinderern» vor, ideologisch zu handeln. Er will ihnen mit Entschlossenheit entgegen.

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(pd/pz) «Eine komplette Sperrung der Nord-Süd-Verbindung zwischen dem Kanton Schwyz und Uri hat für die lokal ansässigen Unternehmen weitreichende Folgen». In einer Medienmitteilung bezieht Wirtschaft Uri Stellung zur aktuellen Situation am Axen. Die Urner Wirtschaft habe im Marktumfeld mit der eingeschränkten Lage zu kämpfen. «Einige Unternehmen mussten Auftragsausfälle und weite Umwege in Kauf nehmen», meint René Röthlisberger, Präsident von Wirtschaft Uri. «Eine gute Strasseninfrastruktur ist für das Gewerbe unerlässlich. Deshalb fordert der Dachverband nach dieser einmonatigen Sperre der Axenstrasse eine raschmöglichste Öffnung der wichtigen Nord-Süd-Verbindung.»

Bund soll Axenprojekt durchsetzen

René Röthlisberger, Präsident Wirtschaft Uri, kritisiert die Gegner des neuen Axenprojekts. (Bild: PD)

René Röthlisberger, Präsident Wirtschaft Uri, kritisiert die Gegner des neuen Axenprojekts. (Bild: PD)

Uri habe sich in den vergangenen Jahren mit dem Ausbau in Andermatt ein starkes Standbein mit Ausstrahlungskraft im Tourismus schaffen können. «Uri muss von allen Seiten jederzeit und verlässlich erreichbar sein, damit eine weitere Entwicklung in diesem Bereich möglich ist. Eine solche Unsicherheit in der Erreichbarkeit ist katastrophal für die Standortförderung, stoppt die Wirtschafts- und Tourismusentwicklung und schadet dem Ansehen vom Kanton Uri», meint René Röthlisberger weiter. Der Ausbau von den Verkehrsachsen hat für Wirtschaft Uri deshalb eine enorme Wichtigkeit. «Der Bund muss beim Ausbau der Axenstrasse vorwärts machen und die Realisierung des Axenprojektes beschleunigen und durchsetzen, denn auch das geplante Alarmsystem wird auch in Zukunft eine lange Sperrung nicht verhindern können», so der Präsident.

Wirtschaft Uri erwartet ein proaktives Handeln und konkrete Massnahmen vom Bund und Kanton. Den Verhinderern soll entschlossen entgegengetreten werden. «Mit der Sicherheit kann man nicht spielen, das war auch schon bei der zweiten Gotthartröhre offensichtlich. Wir dürfen nicht den gleichen Fehler von politischen Ideologiekämpfen zweimal machen», meint René Röthlisberger.