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WIRTSCHAFT: Urner Fensterbauer verkaufen ihr Unternehmen

Christoph Weber, Geschäftsleiter der Arthur Weber AG, hat die Fenster Nauer AG erworben. Die bisherigen Besitzer, Tino und Valo Gisler, scheiden aus gesundheitlichen Gründen aus dem Traditionsunternehmen aus.
Ein Lastwagen der Firma Fenster Nauer AG. (Bild: PD/fensternauer.ch)

Ein Lastwagen der Firma Fenster Nauer AG. (Bild: PD/fensternauer.ch)

Die Firma Nauer ist seit 1909 im Fensterbau tätig. 1992 erwarben die Brüder Tino und Valo Gisler aus Bürglen das Unternehmen. Sie waren seither als Geschäftsführer und Verwaltungsräte der Fenster Nauer AG tätig. In den vergangenen gut 25 Jahren haben die beiden Brüder das Unternehmen markant weiterentwickelt. Die Fenster Nauer AG zählt heute zu den führenden Fenster- und Schiebetürenanbietern in der Branche und beschäftigt aktuell rund 80 Mitarbeiter.

Da keine familieninterne Nachfolgeregelung getroffen werden konnte, haben Tino und Valo Gisler das Unternehmen verkauft. Neuer Inhaber und einziger Verwaltungsrat der Fenster Nauer AG ist Christoph Weber, der heutige Geschäftsleiter der Arthur Weber AG in Seewen. Über den Verkaufspreis sowie über die jüngsten Umsatzzahlen wurde Stillschweigen vereinbart.

Tino und Valo Gisler werden Ende März aus gesundheitlichen Gründen aus dem Unternehmen ausscheiden, bei Bedarf aber weiterhin beratend zur Seite stehen. Ab April wird die Geschäftsführung neu durch Christoph von Holzen und dessen Stellvertreter Kevin Jaeggi wahrgenommen. Von Holzen arbeitet bereits seit 2002 für die Firma Fenster Nauer AG, Kevin Jaeggi seit 2011. «Wir werden die Mitarbeiter weiterbeschäftigen», erklärte Christoph Weber gestern auf Anfrage. «Auch das Büro der Firma Fenster Nauer AG im Altdorfer ‹Lehnhof› wird weiterbetrieben.»

Unternehmen sollen voneinander unabhängig bleiben

Die Arthur Weber AG, die auch eine Niederlassung in Schattdorf betreibt, ist eine der führenden Anbieterinnen von bautechnischen Produktsystemen, Werkzeugen und Eisenwaren. Christoph Weber wird Geschäftsleiter bleiben. «Die beiden Unternehmen werden völlig unabhängig voneinander agieren», so Weber.

Obwohl das Fensterbauunternehmen für ihn als Geschäftsleiter der Arthur Weber AG grundsätzlich «branchenfremd» sei, gebe es aber doch Parallelen, die ihn zum Kauf bewogen hätten: «Die Fenster Nauer AG ist zumindest von der Betriebskultur her sehr ähnlich gelagert wie die Arthur Weber AG», so Weber. «Beide Unternehmen bauen auf Urschweizer Werte. Wir haben gleiche oder zumindest ähnliche Vorstellungen, was Arbeit, unternehmerisches Engagement und Wertvorstellungen angeht», betont der neue Hauptaktionär. «Beide Unternehmen stehen für Schweizer Industrie und für Schweizer Qualität.»

Gleichzeitig setzen sowohl die Arthur Weber AG als auch die Fenster Nauer AG auf starke, regional orientierte Strukturen sowie auf ein hoch qualifiziertes Team vor Ort. Im Mittelpunkt der Aktivitäten der beiden Firmen stünden die Bedürfnisse des lokalen Markts. Weber verspricht denn auch, die bereits jetzt über die Arthur Weber AG bestehende Verbundenheit mit dem Kanton Uri weiterhin zu pflegen oder sogar noch auszubauen. «Ich denke hier nicht nur an die Kundenbeziehungen , sondern auch an die Rekrutierung von Personal und Know-how aus Uri. Denn schliesslich sind wir im gleichen Wirtschaftsraum unterwegs.»

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch

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