Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

«WM soll in Uri zum Fussballfest werden»

Während in Russland die besten Fussballnationen der Welt um Ruhm und Ehre spielen, fiebern die Fans im Kanton Uri mit ihren Lieblingsteams mit und feiern ausgiebig. Unsere Zeitung verrät, was erlaubt ist, bis die Polizei einschreitet.
Philipp Zurfluh
Hier erfahren Sie, was beim Fanen erlaubt ist. (Bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer (8. Juni 2018))

Hier erfahren Sie, was beim Fanen erlaubt ist. (Bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer (8. Juni 2018))

Der Countdown läuft: Am Donnerstag, in fünf Tagen, schaut die Fussballwelt nach Russland, wo die Weltmeisterschaften 2018 stattfinden. Natürlich werden hierzulande während dieser Zeit die Public-Viewings (siehe Kasten), Garten- oder Grillpartys dominieren. Der Grossanlass stellt jedoch Polizei und Anwohner vor Herausforderungen. Zwar sind die Italiener dieses Jahr nicht dabei, womit wohl das eine oder andere Hupkonzert ausfallen dürfte. Zudem werden die Spiele mit einer geringeren Zeitverschiebung als noch vor vier Jahren in Brasilien angepfiffen. Trotzdem: In Uri leben viele portugiesische, kroatische und serbische Fussballanhänger, die bekannt sind für ihre leidenschaftliche und emotionale Unterstützung ihrer Mannschaften. Bei einem Sieg ihres Teams werden sie dies auch gebührend feiern, zum Beispiel mit einem Autocorso mitsamt Hupkonzert.

Die Polizei wird solche Feiern «aufmerksam begleiten», heisst es auf Nachfrage bei der Kantonspolizei Uri: «Die Kantonspolizei wird situativ verstärkt präsent sein», betont Gusti Planzer, Mediensprecher der Kapo Uri. «Die Hupe ist eine Warnvorrichtung und darf gemäss Gesetz grundsätzlich nicht zum Ausdruck von Freude benutzt werden», macht Planzer deutlich. «Die Polizei duldet keine Hupkonzerte in der Nähe von Örtlichkeiten mit Erholungscharakter wie dem Kantonsspital Uri, Altersheimen oder Wohnquartieren.»

Fahnen aus dem Auto schwenken ist verboten

«Die bestehenden, aktuellen gesetzlichen Vorschriften haben auch während der WM Gültigkeit. Massnahmen der Kantonspolizei werden sich nach den geltenden Gesetzen und nach dem gesunden Menschenverstand richten», erklärt Planzer.

Klar ist laut Polizei: Wer sich aus einem Fahrzeug lehnt oder beispielsweise Fahnen aus dem Auto schwenkt, muss mit einer Verzeigung rechnen. Auch wenn mit dem Auto langsam gefahren wird: Während der Fahrt dürfen sich keine Personen auf der Motorhaube oder dem Fahrzeugdach befinden. Sollte die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährdet sein, so bei alkoholisierten Personen, die sich auffällig verhalten, bei Verkehrsregelverletzungen mit konkreter Gefährdung von Personen, werde die Polizei einschreiten.

Bei Gartenpartys sollte der Lärmpegel in Zaum gehalten werden. Die Nachtruhezeiten gelten in der Regel von 22 bis 6 Uhr. Bei einem grösseren Fest wäre es von Vorteil, die Nachbarn vorzuwarnen, dass es etwas lauter werden könnte. Ausserhalb der Ruhezeiten gibt es im Gesetz keine genaue Definition. Es heisst lediglich, dass auf Nachbarn Rücksicht genommen werden muss. «Die WM soll auch im Kanton Uri zu einem Fussballfest werden. «Die Nachtruhe gilt aber auch während der WM, egal, wann der Match zu Ende ist», sagt der Mediensprecher der Kantonspolizei Uri. Gusti Planzer appelliert: «Wir bitten alle Fans und die Leute, die sich nicht für Fussball begeistern, um gegenseitiges Verständnis und Toleranz.» Übrigens: Die WM 2014 in Brasilien verlief im Kanton Uri ohne nennenswerte Zwischenfälle.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.