WOHNRAUMFÖRDERUNG: Regierung hat gescheiterte Vorlage überarbeitet

Der Urner Landrat hat 2014 ein Projekt zur Wohnraumförderung im oberen Reusstal und im Urserental gestoppt. Der Regierungsrat hat das Vorhaben nun geografisch ausgeweitet und legt dem Parlament den nötigen Kredit erneut zur Beschlussfassung vor.

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Eine Session im Urner Landrat. (Symbolbild Neue UZ)

Eine Session im Urner Landrat. (Symbolbild Neue UZ)

Wie aus der am Freitag publizierten regierungsrätlichen Botschaft hervorgeht, erstreckt sich das Projekt über die Jahre 2015 bis 2017 und kostet 340'000 Franken. Da der Bund 136'000 Franken beisteuert, muss das Parlament einen Kredit von 204'000 Franken beschliessen.

Der Landrat hatte den Kredit im letzten Oktober nur knapp mit 30 zu 27 Stimmen abgelehnt. Der Kanton lud darauf Gemeinden zu einer Aussprache ein. Aufgrund dieser Diskussionen wurde das Projekt angepasst und auf alle betroffenen Gemeinden ausgeweitet.

Das Modellvorhaben zur Wohnraumförderung umfasst neu neben dem oberen Reusstal und dem Urserental auch Seitentäler. Probleme dieser Gebiete sind die Abwanderung, die tiefe Bautätigkeit und dass die vorhandenen Bauten teilweise schlecht unterhalten und genutzt werden, wie der Regierungsrat in der Botschaft festhält.

Für die Mitarbeiter des Tourismusresorts Andermatt werden zusätzliche Wohnungen benötigt. Da nicht alle in Andermatt selbst wohnen können, könnten andere Ortschaften von dieser Nachfrage nach Wohnungen profitieren, heisst es in der Botschaft.

Einen Einfluss auf den Erhalt und die Schaffung des Wohnraumangebot haben auch die Zweitwohnungsinitiative und die neue Raumplanungsgesetzgebung. Die Herausforderung bestehe darin, die Dynamik in die Dorfkerne der Regionen zu lenken und als Bestandteil einer nachhaltigen Dorfkernentwicklung umzusetzen, schreibt der Regierungsrat. (sda)