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WOLF: «Begründung ist inakzeptabel»

Laut Verein CHWolf sind Risse an ungeschützten Nutztieren vorhersehbar. Es sei unehrlich, zunächst auf die ersten Schäden zu warten.
Der Verein CHWolf kritisiert die Abschussbewilligung. (Bild: Keystone)

Der Verein CHWolf kritisiert die Abschussbewilligung. (Bild: Keystone)

red. Der Verein CHWolf kritisiert die Abschussbewilligung des Kantons Uri scharf. Der Urner Sicherheitsdirektor Beat Arnold hat in der vergangenen Woche den Wolf zum Abschuss freigegeben. Das Raubtier soll im Gebiet Isental innert weniger Tage insgesamt mindestens 32 Schafe gerissen haben. «Die Begründung für die Abschussbewilligung, dass in der Region Isental noch nie ein Wolf nachgewiesen wurde und die Alpbewirtschafter völlig überrascht und unvorbereitet waren, ist sowohl fachlich wie auch basierend auf dem Wissen um die Vorgänge der vergangenen Jahre unhaltbar und völlig inakzeptabel», schreibt der Verein CHWolf in einer Medienmitteilung. Bereits 2013 sei in Silenen und 2014 in Obstalden OW ein Wolf nachgewiesen worden.

«Verantwortung wahrnehmen»

«Es kann nicht sein, dass erneut ein durch den Artenschutz streng geschütztes Tier erschossen wird, nur weil die Nutztierherden nicht rechtzeitig oder nur ungenügend geschützt waren», kritisiert der Verein CHWolf. Er appelliert an die Nutztierhalter, «endlich die Verantwortung ihren Tieren gegenüber wahrzunehmen und ihre Herden ausreichend mit Herdenschutzmassnahmen zu schützen». Einfach zu warten, bis es erste Schäden gebe und dann scheinbar überrascht den Abschuss zu fordern, sei nicht ehrlich. «Richtig und wichtig wäre, dem Wolf einen Schritt voraus zu sein und in der gesamten Schweiz wirkungsvolle Herdenschutzmassnahmen aufzubauen, bevor es Risse gibt.» Dazu brauche es aber Wille und Einsicht.

«Die aktuelle Abschussbewilligung im Kanton Uri ist auch ein Affront all jenen gegenüber, die einen grossen Aufwand für den Herdenschutz und damit auch für den schweizerischen Artenschutz betreiben», moniert CHWolf.

Unterstützung mit privaten Mitteln

Der Verein unterstützt Herdenschutzmassnahmen auf verschiedenen gefährdeten Alpen in diversen Gebieten der Schweiz mit privaten Mitteln. Er setzt sich stark für einen umfassenden und wirkungsvollen Herdenschutz ein.

Seit 20 Jahren leben wieder Wölfe in der Schweiz, und seit 2012 gibt es im bündnerischen Calandagebiet eine Wolfsfamilie. Durch Abwanderung von Jungwölfen des Calandarudels seit 2013 und das regelmässige Einwandern von Wölfen aus Italien und Frankreich müsse in der ganzen Schweiz jederzeit mit dem Auftauchen von Wölfen gerechnet werden», so CHWolf. «In Regionen, wo Einzelwölfe leben, sind Schäden an ungeschützten Nutztierherden somit vorhersehbar.»

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