WOLFSKONZEPT: Handlungsbedarf beim Herdenschutz

Die Urner Regierung will das nationale Konzept abwarten und dann Anpassungen vornehmen. Probleme bei der Bestossung der Alpen seien denkbar.

Bruno Arnold
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Herdenschutzhunde bewachen eine Schafherde auf der Alp Schönenbühl. (Bild Nadia Schärli)

Herdenschutzhunde bewachen eine Schafherde auf der Alp Schönenbühl. (Bild Nadia Schärli)

Wolf hat im September 2013 im Etzlital 21 und auf der Oberalp 3 Schafe gerissen. «Direkt aufgrund dieser Vorfälle muss das kantonale Wolfskonzept von 2008 aber nicht überarbeitet werden.» Das schreibt die Urner Regierung in ihrer Antwort auf eine im September 2013 eingereichte Interpellation von Landrätin Frieda Steffen (CVP, Andermatt). Das Wolfskonzept Uri aus dem Jahr 2008 ist in erster Linie ein Leitfaden, um bei Wolfattacken die richtigen Massnahmen einzuleiten. Es bietet zudem einen schnellen Überblick über die betroffenen Schafalpen.

Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) überarbeitet zurzeit das nationale Wolfskonzept, auf das sich auch das Urner Konzept abstützt. «Nach Vorliegen des überarbeiteten nationalen Konzepts muss auch das Urner Konzept entsprechend angepasst werden, insbesondere im Bereich Herdenschutz respektive bezüglich Grundlagen des Herdenschutzes und der Unterstützungsbeiträge», schreibt die Regierung.