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Woodstock liegt in den Urner Alpen

Das Woodstock-Festival 2019 in der hiesigen Bergwelt lockte zwar nicht gerade 400000 Besucher wie das Original von 1969 an. Trotzdem war der Anlass im Schächental in verschiedener Hinsicht rekordverdächtig.
Bruno Arnold
Katzenmusik in den Urner Bergen: Die Unterschächner Fasnachtler ziehen auf der Klausenstrasse oberhalb von Urigen Richtung Bergli. (Bild: Christof Hirtler, Unterschächen, 28. Februar 2019)

Katzenmusik in den Urner Bergen: Die Unterschächner Fasnachtler ziehen auf der Klausenstrasse oberhalb von Urigen Richtung Bergli. (Bild: Christof Hirtler, Unterschächen, 28. Februar 2019)

Im August 1969 ging im amerikanischen White Lake das Woodstock-Festival über die Bühne. Rocker und Hippies prägten das Bild. Stars wie Jimi Hendrix, Janis Joplin oder Crosby, Stills, Nash & Young ermöglichten den Besuchern drei Tage lang «Peace, Love and Music».

50 Jahre nach dem Festival auf den Morastweiden im US-Bundesstaat New York kam es am Schmutzigen Donnerstag zu einer Neuauflage des Woodstock-Festivals – im sauberen Schächental, inmitten der Bergwelt mit Blick auf Clariden, Schärhorn, Ruchen und weitere schneebedeckte Gipfel.

Das Motto der Unterschächner Fasnacht 2019 heisst Woodstock. (Bild: Christof Hirtler, Unterschächen, 28. Februar 2019)

Das Motto der Unterschächner Fasnacht 2019 heisst Woodstock. (Bild: Christof Hirtler, Unterschächen, 28. Februar 2019)

Im Postauto ging es zum Frittertal-Kreisel und von dort im Katzenmusikmarsch Richtung Bergli. «D Läuwi isch scho cho», meinte einer der Fasnächtler, und so ging es ohne Angst vorbei an der Lawinengefahr-Tafel. Im Bergli wurde die rekordverdächtige Zahl von rund 50 Rockern, Hippies und Flower-Girls im Beizli von Thedi und Babette Herger-Arnold mit Speis und Trank verwöhnt.

Katzenmusik mit Handorgel

Statt Rock- oder Country-Melodien wie anno 1969 erklangen zwischen Frittertal und Bergli die drei Strophen des Katzenmusikmarschs, und zwar in einer für Uri wohl einmaligen Besetzung mit Handorgel. Statt Folk und Blues gab’s Ländlermusik. Statt nach Haschisch oder Marihuana wie auf den Weidefeldern in White Lake roch es im Schächental nach Brissagos und Zigaretten. Herrschten beim «echten» Woodstock 1969 schlechtes Wetter und organisatorische Missstände, klappte im Schächental bei frühlingshaftem Wetter alles optimal. (bar)

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