ZECKEN: Urner Kantonsarzt ruft Bevölkerung wegen Zecken zur Impfung auf

In Uri ruft der Kantonsarzt die Bevölkerung dazu auf, sich gegen Zecken-Hirnhautentzündung (FSME) zu impfen. Grosse Teile des Kantons würden als Risikogebiet für die Krankheit gelten.

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Der Urner Kantonsrat empfiehlt, sich gegen Zecken-Hirnhautentzündung (FSME) zu impfen. (Bild: Keystone/Stephan Jansen)

Der Urner Kantonsrat empfiehlt, sich gegen Zecken-Hirnhautentzündung (FSME) zu impfen. (Bild: Keystone/Stephan Jansen)

Wie die Urner Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion am Dienstag mitteilte, sollten sich alle erwachsenen Personen sowie Kinder ab sechs Jahren, die in Risikogebieten wohnen oder sich dort zeitweise aufhalten, gegen FSME impfen lassen. Für Personen, die vor zehn Jahren die Impfung gemacht hätten, sei jetzt eine Auffrisch-Impfung notwendig.

Zecken können verschiedene Erreger übertragen und Krankheiten verursachen. Die bakterielle Borreliose kann mit Antibiotika behandelt werden. Für die virale Zeckenenzephalitis hingegen gibt es keine spezifische Behandlung. Ärzte raten zur Vorbeugung zu einer Impfung.

FSME tritt laut Mitteilung gehäuft im Frühsommer auf. Daher sei der Winter der beste Impfzeitpunkt, um im Frühling schon geschützt zu sein. Die vollständige Grundimmunisierung für mindestens zehn Jahre erfordere drei Injektionen. Zusätzlich zur Impfung rät der Kantonsarzt zu vorbeugenden Massnahmen. Dazu zählt das Tragen von geschlossenem Schuhwerk und eng anliegenden Hosen sowie eine Körperkontrolle nach dem Aufenthalt in der Natur. (sda)