ZEITZEUGEN: Isenthal gedenkt der Opfer des Bootsunglücks

Vor sechzig Jahren ertranken fünf Männer im Urnersee. Für das kleine Bergdorf Isenthal war dies ein sehr einschneidendes Ereignis. Zeitzeugen erinnern sich.

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War bei der Bergung dabei: Ferdi Kaufmann. (Bild Elias Bricker/Neue UZ)

War bei der Bergung dabei: Ferdi Kaufmann. (Bild Elias Bricker/Neue UZ)

«Die weinenden Angehörigen vor den Särgen: Das ist mir eingefahren», sagt der heute 70-jährige Bootsführer Ferdi Kaufmann, der bei der Bergung dabei war. «Zwei Leichen umklammerten noch immer ihr Gewehr.» Sieben Isenthaler Schützen hatten am 4. Dezember 1949 am Winterschiessen in Attinghausen teilgenommen. Beim Einlaufen kenterte das Boot. Im Dunkeln konnten schliesslich zwei Männer geborgen werden, die sich mit letzter Kraft am Schiffsbug festklammerten – durchnässt und von der Kälte gelähmt. Die anderen fünf ertranken.

Am (heutigen) Freitagabend findet um 20 Uhr in der Turnhalle in Isenthal zum 60. Jahrestag des Schiffsunglücks ein Gedenkanlass statt. Organisiert wird er vom Gemeinderat und der Isenthaler Kulturkommission. Pastoralassistent Walter Baumann wird den besinnlichen Teil übernehmen. Danach stellt Leza Aschwanden seine CD vor, die er über das Unglück produzierte. Er wird die Feier zudem mit Franz Muheim musikalisch umrahmen. Schliesslich werden Nachkommen ihre Erinnerungen schildern.

Elias Bricker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Urner Zeitung.