Züge halten erst Mitte 2021 wieder beim Bahnhof Altdorf

Die Altdorfer hiessen alle Geschäfte der Gemeindeversammlung deutlich gut. Neuigkeiten gab es zum Kantonsbahnhof.

Markus Zwyssig
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Die Gemeindeversammlung im Theater Uri in Altdorf fand unter strengen Corona-Schutzmassnahmen statt.

Die Gemeindeversammlung im Theater Uri in Altdorf fand unter strengen Corona-Schutzmassnahmen statt.

Bild: Markus Zwyssig (Altdorf, 19. November 2020)

Die SBB mussten Coronabedingt ihre Baustelle beim Bahnhof Altdorf im vergangenen März für drei Wochen schliessen. «Dadurch entstand eine Verzögerung im Terminprogramm», so Gemeindepräsident Urs Kälin an der Gemeindeversammlung am Donnerstagabend im Theater Uri. Die Züge werden erst wieder ab Mitte Juni 2021 beim Bahnhof Altdorf halten, nicht wie ursprünglich vorgesehen bereits mit dem Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jahres. Kälin betonte aber, dass gemäss Kanton und SBB die Inbetriebnahme des Kantonsbahnhofs im Dezember 2021 nicht gefährdet sei.

Klar gutgeheissen wurde an der Gemeindeversammlung das Budget. Dieses sieht bei einem Gesamtaufwand von 40,126 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 38,871 Millionen Franken einen Aufwandüberschuss von 1,254 Millionen Franken vor. Der Steuerfuss soll unverändert bei 95 Prozent und der Kapitalsteuersatz für juristische Personen bei 0,01 Promille bleiben. Urs Kälin betonte auf eine entsprechende Frage aus der Versammlung, dass man bei der Budgetierung versucht habe, der Coronasituation Rechnung zu tragen. So rechne man 2021 mit denselben Steuereinnahmen wie im laufenden Jahr und gehe nicht von einer Erhöhung aus. Er sagte aber auch, dass es extrem schwierig sei, die finanziellen Folgen von Covid-19 abzuschätzen.

Das Mikrofon wurde für die Voten aus der Versammlung an einem langen Stab geführt.

Das Mikrofon wurde für die Voten aus der Versammlung an einem langen Stab geführt.

Bild: Markus Zwyssig (Altdorf, 19. November 2020)

Sechs Personen wurden eingebürgert: Leonora Syla-Kumnova mit den Kindern Artin, Albin und Anis aus dem Kosovo sowie Seyed Ali Hassani mit Sohn Mohammad aus dem Iran.

Die Altdorfer stimmten der Teilrevision der Personalverordnung deutlich zu. Zu den wesentlichen Änderungen gehört, dass der Ferienanspruch bis zum erfüllten 49. Altersjahr 25 Tage und ab dem 50. Altersjahr 30 Arbeitstage beträgt. Die Regelungen für den Bezug von Dienstaltersgeschenken werden angepasst. Einerseits soll bereits ab zehn Dienstjahren eine Vergütung ausgerichtet werden. Andererseits werden die bisherigen Vergütungen ab 20 Dienstjahren reduziert. Die Entschädigungen für den Pikettdienst werden angepasst. Zudem wird neu eine Entschädigung für zu leistenden Bereitschaftsdienst ausbezahlt. Die Gemeinde Altdorf sei bestrebt, auch Menschen mit einer Beeinträchtigung anzustellen, hiess es auf eine Frage aus der Versammlung. Eine bestimmte Quote werde aber nicht als sinnvoll erachtet.

Neuer Präsident für die Rechnungsprüfungskommission

In der Baukommission wurde Urs Rieder als Präsident wieder gewählt. Ebenfalls in ihrem Amt bestätigt wurden die Mitglieder Fredy Bissig, Daniel Bollinger, Bruno Muoser und Regula Wyss. Als neuer Präsident der Rechnungsprüfungskommission wurde Urs Stadelmann gewählt. Neu als Mitglieder gewählt wurden Gabriela Bürgi, Jan Megert und Ramona Walker-Tarelli. Alice Furrer, Karin Gisler und Urs Z'graggen wurden als Mitglieder in Amt bestätigt.

Hansruedi Huwiler wurde als Präsident der Wasserkommission bestätigt. Wieder gewählt wurden die Mitglieder Herbert Gisler, Rebekka Mattli und Alex Regli. Von Amtes wegen als Mitglied des Gemeinderats ist Bernhard Schuler mit dabei.

Feuerwehrkommandant Heinz Bissig tritt zurück. Aufs neue Jahr nimmt daher ein neues Kommando die Aufgaben wahr. Der neue Übergangskommandant ist Max Albert, bisher Vize-Kommandant. Neue Vizekommandanten sind Ruedi Stadler und André Gisler.