Zürcher Schlacke sorgt für höheren Ertrag

Die Zentrale Organisation für Abfallbewirtschaftung in Uri hat für 2019 einen satten Gewinn veranschlagt. Zürcher Schlacke spült zusätzliches Geld in die Kasse.

Urs Hanhart
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Die Kehrichtabfuhr ist seit Anfang Jahr mit neuem Fahrzeug unterwegs. Bild: (Valentin Luthiger, 30. Januar 2018)

Die Kehrichtabfuhr ist seit Anfang Jahr mit neuem Fahrzeug unterwegs. Bild: (Valentin Luthiger, 30. Januar 2018)

An der Generalversammlung der Zentralen Organisation für Abfallbewirtschaftung in Uri (Zaku), die am Montagabend in Flüelen abgehalten wurde, standen das Budget 2019 und Informationsblocks zu verschiedenen Themen im Zentrum. Der Verwaltungsrat konnte erfreuliche Zahlen präsentieren. Die Versammelten stimmten dem präsentierten Voranschlag 2019 einstimmig zu. Er sieht einen Jahresgewinn von 112'700 Franken vor. Im Bereich der Abfallbewirtschaftung liegen die Zahlen im Bereich der Vorjahre.

Grössere Abweichungen sowohl bei den Erträgen wie auch beim Aufwand gibt es hingegen im Bereich der Deponie Eielen. Dies unter anderem deshalb, weil es eine zusätzliche Schlackenlieferung der ZAV Recycling AG aus dem Kanton Zürich geben wird. «Wir haben am letzten Freitag den Vertrag mit dem Transportunternehmen, das die Schlacke abnimmt, unterzeichnet», sagte Verwaltungsratspräsident Beat Walker. «Allerdings gibt es noch einen kleinen Vorbehalt. Es besteht nämlich noch eine Einsprachefrist in Bezug auf diesen Zuschlagsentscheid. Bisher gibt es aber keine Anzeichen, dass davon Gebrauch gemacht wird.»

Der Vertrag sieht vor, dass 24'000 Tonnen Schlacke pro Jahr für die Dauer von vier Jahren angeliefert werden. Nötig ist dies, weil im Kanton Zürich in den nächsten vier Jahren ein Deponienotstand besteht. Wegen Einsprachen und daraus resultierenden Verzögerungen bei einem Bewilligungsverfahren für eine neue Deponie kann die aufbereitete Schlacke nicht abgelagert werden.

Die zusätzliche Lieferung aus dem Kanton Zürich bringt einen markant höheren Ertrag bei den Deponiegebühren. Allerdings wird auch der Aufwand in der Deponie grösser. Erforderlich sind die Anstellung eines zusätzlichen Betriebsmitarbeiters sowie die temporäre Anstellung eines weiteren Arbeiters.

Der trockene Sommer als Herausforderung

Verwaltungsrat Hanspeter Bonetti orientierte über den Bau und Betrieb der Deponie. «Der Sommer 2018 war für uns eine Herausforderung, insbesondere die lange Periode ohne Niederschläge», sagte er. «Schlacke ist in der Regel trocken und man muss sie schnell bewirtschaften, um der Staubentwicklung entgegenzuwirken.»

Verschiedene Massnahmen wurden getroffen, um die Immissionen in Grenzen zu halten. Unter anderem wurde eine zusätzliche Staubbindemaschine beschafft, die befestigten Zufahrtsstrassen und Aufbereitungsanlage benebelt, Tempobeschränkungen für Lastwagen eingeführt und der Deponierand als Windschutz hochgezogen. «Uns ist es ein Anliegen, die Umgebung möglichst wenig zu beeinträchtigen», versicherte Bonetti.