Zukunft der Schule beschäftigt die Gemeinden im Urner Oberland

An der Gemeindeversammlung von Wassen wird über ein Budget mit roten Zahlen abgestimmt. Die Primarschule soll – mindestens zum Teil – noch im Dorf bleiben.

Markus Zwyssig
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Die Wassner treffen sich in der Pfarrkirche zur Gemeindeversammlung.

Die Wassner treffen sich in der Pfarrkirche zur Gemeindeversammlung.

Bild: Manuela Jans-Koch (Wassen, 6. Oktober 2019)

Am meisten zu reden geben dürfte am Freitagabend in Wassen ein Thema, über das auch in Gurtnellen und Göschenen abgestimmt wird. An allen drei Gemeindeversammlungen steht eine Änderung des Kreisschulstatuts und die Anpassung der Schulstandorte auf der Traktandenliste. In den drei Gemeinden nehmen die Schülerzahlen stetig ab. Daher sollen nun die Schulen stärker zusammengeschlossen werden. Konkret heisst dies: Das Primarschulhaus in Gurtnellen Wiler wird geschlossen. Die Kindergärtler und die Primarschüler werden in Wassen und Göschenen unterrichtet. Die Schüler der Oberstufe besuchen die Kreisschule in Gurtnellen. Die Änderung des Kreisschulstatuts muss in allen drei Gemeinden angenommen werden, ansonsten braucht es eine andere Lösung.

Wassen rechnet für das kommende Jahr mit roten Zahlen. Bei einem Aufwand von 1,861 Millionen Franken und einem Ertrag von 1,715 Millionen Franken wird für 2021 ein Aufwandüberschuss von 145'900 Franken budgetiert. Vergleicht man dies mit jenem über 209'160 Franken im Budget 2020, so präsentiert sich das Budget 2021 um 63'260 Franken besser. Das budgetierte Jahresergebnis wird denn auch vom Gemeinderat als gut bezeichnet. Betont wird aber auch, dass aufgrund der aktuellen Coronasituation die Entwicklung der Steuererträge sehr ungewiss sei.

Bei den Investitionen fällt die Gesamtsanierung der Wasserversorgung Wattingen in der Höhe von 915'000 Franken an. Die entsprechenden Arbeiten werden durch Beiträge der Armasuisse vollumfänglich gedeckt.

Parktickets sollen für bis zu fünf Tage gelöst werden können

Angepasst werden soll die Parkplatzverordnung. Wer bisher sein Auto länger als 24 Stunden auf öffentlichem Grund parkieren wollte, musste eine Parkkarte lösen. Neu kann für maximal 5 Tage ein Parkticket gelöst werden. Behördenvertreter können bei Sitzungen, Besprechungen oder Begehungen die Parkgebühren über das Sitzgeld abrechnen.

Abgestimmt wird auch über die Verordnung über die Wasserversorgung und die zugehörende Tarifordnung. Neu aufgeführt ist, dass eine jährliche Mietgebühr von 45 Franken zu zahlen ist, wenn der Wasserzähler durch die Wasserversorgung geliefert wird. Die Tarife bleiben unverändert.

Ehemaliges Schwesternhaus soll verkauft werden

Die Gemeinde will das ehemalige Schwesternhaus Maria Alpina an der Schmiedgasse 8 verkaufen. Eine junge Familie möchte dieses als Wohnhaus erwerben. Das ehemalige Schulzimmer und die Räumlichkeiten im Untergeschoss sollen nach wie vor durch Dritte genutzt werden können.

Stephan Tresch soll neuer Präsident der Rechnungsprüfungskommission werden. Andrea Baumann und Gabriel Walker stellen sich als Mitglieder zur Verfügung. Esther Walker-Bachmann soll neue Vertreterin im Kreisschulrat Urner Oberland werden. Alle weiteren Behördenmitglieder und Delegierte stellen sich zur Wiederwahl.

Hinweis: Die Gemeindeversammlung findet am Freitag, 27. November, um 20 Uhr, in der Pfarrkirche St. Gallus statt. Es gilt das Schutzkonzept nach Vorlage des Kantons mit einer Maskenpflicht.