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Triathlon-Brüder sind auf Erfolgskurs

Raphael und Manuel Arnold teilen mit Triathlon eine Leidenschaft, in die sie viel Training und Energie stecken. Für die Zukunft haben sie Grosses vor. Sie träumen von einer Teilnahme an Olympischen Spielen.
Philipp Zurfluh
Manuel (links) und Raphael Arnold hegen ein Traum: die Teilnahme an Olympischen Spielen. (Bild: Philipp Zurfluh, Altdorf, 1. Oktober 2018)

Manuel (links) und Raphael Arnold hegen ein Traum: die Teilnahme an Olympischen Spielen. (Bild: Philipp Zurfluh, Altdorf, 1. Oktober 2018)

Sie steigen gerade aus dem 25-Meter-Schwimmbecken im «Moosbad» Altdorf. Zwar noch etwas ausser Atem legt sich der Puls schnell. Die Brüder Raphael und Manuel Arnold haben gerade einige Kilometer zurückgelegt. Vier bis sechs Kilometer pro Trainingseinheit ist der Normalfall. 15 bis 20 Stunden Training pro Woche stehen meistens auf dem Wochenprogramm –Schwimmen, Radfahren, Laufen.

Die Triathlon-Nachwuchsathleten stecken die Einheiten grösstenteils locker weg. «Mein Körper hat sich daran gewöhnt», sagt «Wasserratte» Raphael. Er ist mit 18 Jahren der ältere der beiden. Die Leidenschaft für das Schwimmen hat Raphael Arnold früh gepackt: «Als ich mal bei einer Schüler-Stafette teilgenommen habe, waren alle überrascht, dass ich so schnell geschwommen bin.» Dann sei alles ziemlich schnell gegangen. «Plötzlich gab es die ersten Auszeichnungen, Medaille und Pokale», denkt er an frühere Jahre zurück. Ballsportarten hätten Raphael zu keinem Zeitpunkt gereizt. «Ich wurde ohne Ballgefühl geboren», sagt er und lacht. Bei Manuel war es ähnlich. «Schwimmen stand bei mir immer schon an erster Stelle», sagt er.

Zur Serie: «Jungtalente im Sport»

Sie sind jung, ehrgeizig und zählen zu den Urner Sportnachwuchshoffnungen. Die «Urner Zeitung» porträtiert in loser Folge verheissungsvolle Talente, die den Sprung an die Spitze schaffen wollen. Bislang wurden Mountainbiker Fabio Püntener, Rollhockeyspieler Remo Schuler, Tennisspieler Jan Jauch, Unihockeyspieler Linus Arnold, Handballer Pascal Aschwanden, OL-Läuferin Deborah Stadler und Skirennfahrerin Leoni Zopp näher vorgestellt. (pz)

«Ich wurde ohne Ballgefühl geboren»

Die Eltern der Nachwuchstalente sind im Kanton Uri aufgewachsen. Heute lebt die Familie in Brunnen. Für die jungen Athleten war es naheliegend, vor rund zehn Jahren in den Schwimmklub Uri einzutreten. Raphael ist in der Ausbildung zum Hochbauzeichner, Manuel besucht die 3. Oberstufe und wird nächstes Jahr eine Lehrstelle als Velomechaniker antreten.

«Die Technik muss noch besser werden, daran feile ich intensiv.»

Manuel Arnold

Doch warum nicht alles auf die Disziplin Schwimmen setzen, sondern auf Triathlon? «Wenn man im Schwimmsport national oder gar international erfolgreich sein möchte, dann reichen drei Schwimmtrainings pro Woche nicht aus. Wir hätten wohl in Zürich trainieren müssen, was sich mit unserer Ausbildung nur schwer hätte in Verbindung bringen können», betont Raphael. Seitdem richten er, wie auch sein Bruder, den Fokus auf Triathlon. Beide sehen vor allem in der Disziplin Laufen noch das grösste Potenzial. «Die Technik muss noch besser werden, daran feile ich intensiv», sagt Manuel. Den beiden kommt entgegen, dass sie zusammen trainieren können. So sagt Manuel: «Wir können uns nach dem Training und den Wettkämpfen austauschen – egal ob bei Siegen oder Niederlagen. Das bringt uns weiter.»

Manuel und Raphael Arnold profitieren davon, dass sie gemeinsam trainieren. (Bild: Philipp Zurfluh, Altdorf, 1. Oktober 2018)

Manuel und Raphael Arnold profitieren davon, dass sie gemeinsam trainieren. (Bild: Philipp Zurfluh, Altdorf, 1. Oktober 2018)

Der Trainer ist beeindruckt

Jemand, der die Brüder mehrmals wöchentlich betreut, ist Jan Büchlin aus Altdorf. Er ist seit vier Jahren Trainer der Elite beim Schwimmklub Uri. Er glaubt, dass in den beiden Nachwuchstalenten viel Potenzial steckt. «Es ist bemerkenswert, welche Fortschritte sie machen. Wenn sie weiter hart an sich arbeiten, können sie Grosses erreichen.» Büchlin steckt viel Leidenschaft und Zeit in die Förderung der jungen Talente. Er ist überzeugt, dass sich das auszahlen wird. «Mich beeindruckt deren Disziplin, Biss und Wille.» Die beiden leben momentan intensiv für den Triathlon. Dennoch geniessen die Schule und die Ausbildung Priorität. Im Gespräch mit den Triathleten fällt immer wieder der Name Jolanda Annen. Die Urner Spitzentriathletin ist ein grosses Vorbild. Auch sie trainiert ab und zu beim Schwimmklub Uri.

«Mich beeindruckt deren Disziplin, Biss und Wille.»

Jan Büchlin, Elite-Trainer Schwimmklub Uri

Die Brüder nennen für die Zukunft ambitiöse Ziele: «Irgendwann möchte ich den Ironman auf Hawaii absolvieren», sagt der ältere der beiden. Vor wenigen Tagen gab es «Good News» für die Nachwuchsathleten. Sie sind für das kommende Jahr definitiv im Regionalkader von Swiss Triathlon. Läuft alles nach Plan, möchte Raphael an den Olympischen Spielen 2028 teilnehmen. «An meinem Ehrgeiz wird es nicht scheitern», sagt Manuel. Raphael hofft gar, am Olympia-Triathlon 2024 in Paris zu starten. «Dieser Grossanlass ist das Ziel eines jeden Sportlers.» Bis dahin ist aber ein weiter Weg. Die Arnold-Brüder werden noch viele Trainings-Kilometer absolvieren – ob im Wasser, zu Fuss oder auf dem Velo.

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