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Zwei «Chrampfer» werden ausgezeichnet

Christian Gisler löst Richard Gisler als Vizepräsident des Urner Kantonalen Schwingerverbands ab. Aus sportlicher Sicht dürften das Urner «Kantonale» in Bürglen und das «Eidgenössische» in Zug die Saisonhighlights werden.
Die beiden neuen Ehrenmitglieder des UKSV, Richard Gisler (links) und Christoph Zurfluh, flankiert von den beiden Ehrendamen. (Bild: Paul Gwerder (Altdorf, 18. Januar 2019))

Die beiden neuen Ehrenmitglieder des UKSV, Richard Gisler (links) und Christoph Zurfluh, flankiert von den beiden Ehrendamen. (Bild: Paul Gwerder (Altdorf, 18. Januar 2019))

87 stimmberechtigte Delegierte und 19 Gäste nahmen am vergangenen Freitagabend an der 30. DV des Urner Kantonalen Schwingerverbands (UKSV) im Restaurant Neuland in Altdorf teil. «Für mich war das erste Jahr an der Spitze des UKSV recht arbeitsreich und gespickt mit zahlreichen Höhepunkten», sagte Präsident Josef Schilter. Das Highlight auf Verbandsebene sei das «Kantonale» in Attinghausen mit 197 Schwingern, einem attraktiven und von einigen Überraschungen geprägten Wettkampf mit dem verdienten Sieger Joel Wicki gewesen. Die Urner erkämpften sich neun Kränze, und der Schattdorfer Roger Baumann schaffte es in den Schlussgang.

OK-Präsidenten stellen «ihre» Feste vor

Der OK-Präsident des «Kantonalen» 2018, Alois Zurfluh, überreichte seinem Nachfolger in Bürglen, Hansueli Gisler, zum Start der Gabensammlung eine kostbare «Tryychlä». «Wir planen am 12. Mai ein traditionelles Schwingfest auf der Sportanlage ‹Loch›, wo rund 2500 Zuschauerinnen und Zuschauer Platz finden werden», so Gisler. Auch der OK-Präsident des Innerschweizer Schwingfests vom 7. Juli in Flüelen, Franzsepp Arnold, zeigte sich zuversichtlich: «Wir sind zwar stark gefordert, denn mit den zu bauenden Infrastrukturen stossen wir an die Grenzen», so Arnold. «Zusammen mit den rund 1100 Helferinnen und Helfern werden wir die Herausforderung aber meistern.»

Urner Schwinger holen rekordverdächtige 33 Kränze

Der technische Leiter des UKSV, Richard Imholz, war mit der vergangenen Saison und der Zahl von 33 Kränzen – sieben mehr als im Vorjahr und so viele wie seit 1985 nicht mehr – äusserst zufrieden. An den zahlreichen Rangschwingen gelang es den Urnern zudem, mehr als 120 Auszeichnungen zu gewinnen. «Diese tollen Ergebnisse sind nur zustande gekommen, weil die Schwinger während des Winters fleissig zu den Konditions- und Schwingertrainings in den Hallen erschienen sind und die diversen Schwingkurse besucht haben», glaubt der technische Leiter. «Wir dürfen uns nach diesen vielen Erfolgen auf keinen Fall zurücklehnen, denn in diesem Jahr steht das ‹Eidgenössische› in Zug auf dem Programm. Das heisst: Wir müssen erst recht dran bleiben und versuchen, uns nochmals zu verbessern.»

Samuel Schuler gewinnt bei den Jungschwingern

Die Jungschwinger konnten zusätzlich zu ihren Klubtrainings an sechs kantonalen Übungseinheiten teilnehmen, zu denen durchschnittlich 28 Burschen erschienen. Samuel Schuler (Jahrgang 2003) krönte seine letzte Saison als Jungschwinger mit dem Sieg in der Jahreswertung. Er gewann diese mit 29 Punkten vor dem gleichaltrigen Lukas Bissig (27) und Janis Arnold (26). Insgesamt holten die «Buäbäschwinger» im vergangenen Jahr fünf Kategoriensiege (Vorjahr 8) und 254 (251) Auszeichnungen.

Der Bestand des UKSV stieg um 15 auf 1679 Mitglieder. Dazu gehören 71 Aktiv- und 103 Jungschwinger. Kassier Samuel Arnold konnte bei einem Ertrag von rund 35000 Franken einen kleinen Gewinn von 504 Franken präsentieren.

Verband hat einen neuen Vizepräsidenten

Vizepräsident Richard Gisler hatte auf die DV hin seinen Rücktritt eingereicht. Als Nachfolger wurde Christian Gisler, Schwingklub Erstfeld, gewählt. Kampfgerichtspräsident für das Jahr 2019 ist Mario Herger, und als Kampfrichter für das Eidgenössische Schwingfest in Zug wurde Ruedi Brand gewählt. Das Urner Kantonalschwingfest 2020 wurde nach Erstfeld vergeben. Das OK steht unter der Leitung von Robi Indergand. Es ist geplant, zehn Schwinger der Gastvereine Untervaz und Kerzers zum 100-Jahr-Jubiläum einzuladen. Diesem Begehren stimmten die Delegierten zuhanden der DV des ISV zu.

Die dreijährige Versuchsphase des neuen Beschickungsrechts an die Kantonalfeste wird in diesem Jahr beendet. Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen haben die Urner Delegierten beschlossen, dieses System auch von 2020 bis 2022 anzuwenden. «Bedingung ist aber, dass alle dem ISV angeschlossenen Kantonalverbände am gleichen Strick ziehen, sonst wäre es vorbei, und das wäre für mich ein klarer Rückschritt», erklärte Schilter.

Verband ernennt zwei neue Ehrenmitglieder

Die beiden neuen Ehrenmitglieder sind bekannt als «Chrampfer» in ihren Klubs oder im Verband. Richard Gislers Höhepunkt in seiner Karriere von 1994 bis 2002 bei den Aktiven war der Kranzgewinn am Ob- und Nidwaldner «Kantonalen» 2001 in Sarnen. Gisler war auch ein sehr erfolgreicher Trainer, der seinen jungen Schwingern wichtige Tipps geben konnte.

Nach seinen zahlreichen Erfolgen als Jungschwinger gewann Christof Zurfluh in seiner fünfjährigen Karriere zwei Kränze. Danach war er als Kampfrichter und als fleissiger Helfer im Klub bekannt. Besonders gefordert war er als Personalchef am Innerschweizer Schwingfest 2010 in Attinghausen und am letztjährigen «Kantonalen» als versierter Festwirt. (gw)

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