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Zwei Drittel in der Administration

Rekrutierung «Heute mischt sich die Politik bedeutend mehr ein als früher», ist Gallus Burri überzeugt. «So bestimmt sie etwa, in welchen Spitälern welche Eingriffe vorgenommen werden.» Als Nachteil erweise sich diesbezüglich, dass sich Politiker in erster Linie von den Uni-Kliniken beraten liessen, welche die Interessen der kleinen Spitäler nicht wahrnähmen. «Entscheidend für die Berücksichtigung ist die Anzahl der Fälle in den entsprechenden Spitälern. Man schaut nur die Fallzahlen und die Prozesse an, die Resultate der Eingriffe sind kein Kriterium für die Zuteilung», kritisiert Burri. Das wiederum habe Auswirkungen auf die Attraktivität der Arbeitsstellen. «Wenn sich jemand im Laufe der Ausbildung spezialisiert hat und sich Kernkompetenzen in einem gewissen Bereich angeeignet hat, dann möchte er diese auch anwenden. Ist das für ihn aus nicht unbedingt nachvollziehbaren Gründen unmöglich, dann kann dies für ein Kleinspital einschneidende Auswirkungen bei der Personalrekrutierung haben.» Oder anders gesagt: Der Arzt wählt ein Spital, in dem er «seine» Eingriffe auch wirklich vornehmen kann.

Burri spürt ein gewisses Misstrauen

Massiv angewachsen sind gemäss Burri auch die administrativen Arbeiten. Die Spitäler müssten heute für die Krankenkassen und die Kantone Daten liefern, die ein enormes Ausmass angenommen hätten. «Im Kantonsspital Uri arbeiten weniger Leute, die Daten bereitstellen, als bei Krankenkassen und beim Kanton Personen, welche die gelieferten Daten kontrollieren.» Ein gewisses Misstrauen sei diesbezüglich nicht ganz von der Hand zu weisen. Burri unterstreicht seine Aussagen mit folgenden Zahlen: «Ein Assistenzarzt arbeitet heute zu 30 bis 35 Prozent am Patienten, über zwei Drittel seines Pensums muss er dem Bereich Administration widmen. Hier besteht ganz sicher Handlungsbedarf», betont Burri. (bar)

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