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Zwei Millionen sind in die Bahn investiert worden

Drei Monate dauerte die Sanierung. Jetzt wurde die Luftseilbahn Intschi–Arnisee wieder in Betrieb genommen.
Georg Epp
Verwaltungsratspräsident Ludwig Eller überreicht den Seilwarten einen symbolischen Schlüssel. Im Bild von links Rita Exer, Ludwig Eller, Gerda Grab und Sämi Staub. (Bild: Georg Epp (Intschi, 9. Juni 2018))

Verwaltungsratspräsident Ludwig Eller überreicht den Seilwarten einen symbolischen Schlüssel. Im Bild von links Rita Exer, Ludwig Eller, Gerda Grab und Sämi Staub. (Bild: Georg Epp (Intschi, 9. Juni 2018))

Rund 70 Personen warteten am vergangenen Samstag, 9. Juni, im Festzelt, um die Wiederinbetriebnahme der Luftseilbahn Intschi–Arnisee zu feiern. 1957 wurde die erste Luftseilbahn mit einer Viererkabine in Betrieb genommen, zwanzig Jahre später verdoppelte man die Kapazität der Bahn mit einer Achterkabine. 1996 realisierte man erstmals den Jetonbetrieb. Nun ist die Bahn ziemlich in die Jahre gekommen und die Konzession wäre im Jahr 2020 ausgelaufen.

Visionen scheitern am Geld

Baukommissionspräsident Walter Arnold blickte ein Jahr zurück, als man von der Genossenschaft den Auftrag fasste, den Umbau der Seilbahn anzupacken. Visionen, wie eine neue Bahn ab grossem Parkplatz oder eine Gondelbahn zu realisieren, scheiterten an den finanziellen Möglichkeiten. So startete man die Herausforderung, die bisherige Luftseilbahn Intschi–Arnisee umfassend zu sanieren. Die Baukommission mit Präsident Walter Arnold und den Mitgliedern Carlo Christen, Ludwig Eller, Alois Inderkum, Alex Tresch, Martin Schilter, Erwin Grepper und Peter Grepper setzte sich terminlich ein sportliches Ziel, und die finanzielle Hürde war sehr gross.

Mit dem Umbau der gesamten Seiltechnik mit neuem Antrieb und Umlenkrollen beauftragte man die Seilbahnfirma Inauen-Schätti AG, Schwanden, die neue Steuerung lieferte die einheimische Firma Sisag AG Altdorf, auch die Kabinen und Kommandoräume wurden umfassend saniert.

In 9000 Arbeitsstunden 35 Tonnen Eisen verbaut

Am 19. Februar wurde mit der Sanierung gestartet, 3 Stützmasten wurden total erneuert, die Firma Porr verankerte die Sockel der neuen Stützen mit 13 Meter tiefen Felsankern. In 9000 Arbeitsstunden wurden rund 35 Tonnen Eisenmaterial verbaut, an 31 Tagen waren über 210 Rotationen von Swiss Helicopter nötig, und die Baukommission und Genossenschafter investierten über 1500 Stunden in die Erneuerung der Bahn.

Föhn verzögert die Wiederinbetriebnahme

Das schlechte Wetter, vor allem viel Föhn, war hauptverantwortlich, dass sich die Wiederinbetriebnahme um etwa 10 Tage verzögerte, am 31. Mai 2018 war die Bahn wieder startbereit. Walter Arnold bedankte sich bei den Arbeitern für das grosse Engagement, die Sanierung konnte ohne Unfall verwirklicht werden. Er bedankte sich auch für die finanzielle Unterstützung, die Gesamtkosten für das Sanierungsprojekt belaufen sich auf rund 2 Millionen Franken. Von Bund und ­Kanton ist ein zinsloses Darlehen von 770000 Franken und ein ­A-fonds-perdu-Beitrag von 180000 Franken zugesichert. Die Gemeinde Gurtnellen soll 260000 Franken beisteuern (Abstimmung im Herbst), 150000 Franken hat die Korporation Uri zugesichert. Mit einem Darlehen von 500000 Franken hilft die Raiffeisenbank, rund 50000 Franken konnten durch Sponsoren aufgetrieben werden, und der Rest wird aus Eigenmitteln zur Sanierung beigesteuert. Mit dem Ländler «Arni-Älpler» von Kaspar Muther eröffnete das Musikantentrio Sepp Inderkum, Hans Tresch und Werner Gamma die Einweihung. Pfarrer Bruno Werder stellte die sanierte Bahn unter den Machtschutz Gottes. Als ehemaliger Gemeindepräsident von Gurtnellen und als grosser Arni-Fan freute sich Regierungsrat Beat Jörg, die Grüsse der Regierung zu überbringen. Er meinte unter anderem: «Die Luftseilbahn Intschi–Arni ist ein wichtiger Mosaikstein in der ganzen Seilbahnstrategie des Kantons Uri, das Kernstück in der Erschliessung des Arni.»

Gemeinde steht hinter der Bahn

Gemeindepräsident Karl Walker gratulierte zum Mut und Durchhaltevermögen der Verantwortlichen und versicherte, mit einem jährlichen Beitrag von 30000 Franken die Bahn auch weiterhin zu unterstützen.

Michael Hanimann, CEO der Inauen-Schätti AG, bedankte sich für Zusammenarbeit mit den beteiligten Firmen, insbesondere mit der Sisag AG. Mit den besten Wünschen für die Zukunft überreichte Verwaltungsratspräsident Ludwig Eller den Seilwarten Rita Exer, Gerda Grab und Sämi Staub einen symbolischen Schlüssel zur Wiederinbetriebnahme. Durchs Festprogramm führte Baukommissionsmitglied Alois Inderkum. Mit ausgiebigem Apéro und der Verlosung von 10 Preisen an Gönner, die mindestens 100 Franken beisteuerten, feierten die Bevölkerung und die geladenen Gäste ihr neues «Arni-Bähnli» ausgiebig.

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